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Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

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Statistisches Landesamt: Geleistete Arbeitsstunden in den hessischen Regionen 2017

von Helmut Poppe

(07.06.2019) Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“. Zahl der erwerbstätigen Personen steigt stärker als Zahl der insgesamt geleisteten Stunden Rückgang der Arbeitsstunden pro Kopf seit 2000 in allen kreisfreien Städten und Landkreisen Hochtaunuskreis und Landkreis Kassel mit geringsten Rückgängen an geleisteten Stunden pro Kopf seit 2000

Foto: Statistik Hessen - Landesamt
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Die Zahl der pro Jahr durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person ging zwischen 2000 und 2017 in allen hessischen kreisfreien Städten und Landkreisen zurück. Den geringsten Rückgang verzeichneten der Hochtaunuskreis (minus 4,6 Prozent), gefolgt vom Landkreis Kassel (minus 4,8 Prozent). Die höchsten Rückgänge waren im Odenwaldkreis (minus 9,1 Prozent) und Werra-Meißner-Kreis (minus 8,9 Prozent) zu verzeichnen, teilt das Hessische Statistische Landesamt mit.

Die Summe der von allen Erwerbstätigen zusammen geleisteten Stunden nahm im Zeitraum 2000 bis 2017 in 16 der 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zu. Die größte Zunahme verzeichnete der Hochtaunuskreis (12,6 Prozent), gefolgt vom Landkreis Fulda (9,9 Prozent). Den größten Rückgang verbuchte der Werra-Meißner-Kreis (minus 19,3 Prozent), gefolgt vom Vogelsbergkreis (minus 8,3 Prozent).

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im gleichen Zeitraum in 24 Regionen Hessens an. Das größte Wachstum notierte der Landkreis Darmstadt-Dieburg (19,0 Prozent), gefolgt vom Hochtaunuskreis (18,1 Prozent). In 2 Regionen war ein Rückgang zu verzeichnen, und zwar im Werra-Meißner-Kreis (minus 11,4 Prozent) und in Offenbach am Main (minus 0,4 Prozent).

Im Jahr 2017 leisteten die Erwerbstätigen in Hessen 4,66 Milliarden Arbeitsstunden. Gegenüber dem Jahr 2000 (4,53 Milliarden Arbeitsstunden) betrug der Zuwachs 3,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Erwerbstätigen von 3,12 Millionen um 313 800 bzw. 10,1 Prozent auf 3,43 Millionen Personen. Der wesentliche Grund für die unterschiedlich starke Entwicklung von Stunden- und Erwerbstätigenzahl ist die Zunahme der Teilzeitarbeit. Daraus ergibt sich für die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person ein Rückgang von 6,4 Prozent bzw. von 1453 Stunden im Jahr 2000 auf 1360 Stunden im Jahr 2017.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 14. August 2018 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Zahl der geleisteten Stunden für das Jahr 2017 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Jahre ab 2014 überarbeitet.

Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des AK ETR abgerufen werden. Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder als Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Nicht zum Arbeitsvolumen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise der Jahresurlaub, die Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben die nicht bezahlten Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten sowie die Zeit für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Das Arbeitsvolumen umfasst somit die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Selbstständigen innerhalb einer Region tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.