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Letzte Aktualisierung: 18.06.2019

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Stadt Frankfurt zeichnet Kultur-Persönlichkeiten aus

Goethe-Plaketten für Silke Scheuermann, Burkard Schliessmann und Max Hollein

von Ilse Romahn

(19.03.2019) Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat entschieden, in diesem und dem kommenden Jahr drei herausragende Persönlichkeiten mit der Goethe-Plakette auszuzeichnen. Außerdem werden acht Bürgerinnen und Bürger mit Ehrenplaketten bedacht.

Zu den künftigen Goetheplaketten-Trägern soll Max Hollein gehören. 2001 übernahm Hollein, damals erst 32 Jahre alt, die Leitung der Kunsthalle Schirn. Unter seiner Führung konnte sich die Kunsthalle mit hochkarätigen Ausstellungen internationales Ansehen erwerben. Mit der zusätzlichen Übernahme der Leitung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung gelang es Max Hollein, die Angebote der drei traditionsreichen und renommierten Frankfurter Institutionen miteinander zu vernetzen und zu verknüpfen. In großer Zahl besuchen Frankfurterinnen und Frankfurter, aber auch Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland, die drei Häuser. Schirn, Städel und Liebieghaus Skulpturensammlung stehen heute für Kunst auf höchstem internationalem Niveau. Hollein hat mit seinem Engagement den Ruf von Frankfurt am Main als bedeutender Kunststadt und wichtigem Museums-Standort geprägt und gemehrt. „Max Hollein ist Frankfurt immer noch eng verbunden“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Ich freue mich, dass er von einem der renommiertesten Museen der Welt, dem Met in New York, die Verbindung in unsere Stadt sucht - und bin stolz auf die Spuren, die sein Wirken hier am Main hinterlassen hat.“ Feldmann hob insbesondere den Erweiterungsbau des Städels hervor und große Ausstellungen wie über Ernst Ludwig Kirchner oder Botticelli im Städel oder Impressionistinnen oder Matisse in der Schirn oder Jeff Koons, ein Künstler, der im Liebieghaus die Verbindung zu den Skulpturen dort herstellte.

Außerdem soll mit einer Goethe-Plakette das herausragende schriftstellerische Schaffen von Silke Scheuermann gewürdigt werden. Mit ihrem doppelten und seltenen Talent als Lyrikerin und Romanschreiberin zugleich steht sie wie wenige andere Schriftstellerinnen in einer besonderen Tradition Goethes. Ihr ist es gelungen, einer Leserschaft, die heute gerade gegenüber Naturgedichten doch eher fremdelt, diese wunderbare Poesie wieder nahezubringen. Es ist eine Dichtkunst, die sich nicht in den „Dienst einer Sache“ stellt, doch gleichzeitig sehr modern und bisweilen hochbrisant und mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. „Silke Scheuermann hat mit ihrem literarischen Werk den Ruf von Frankfurt am Main als einen bedeutenden Literaturstandort gemehrt und gestärkt“, so heißt es in der Begründung des Magistrats. Scheuermann, geboren 1973 in Karlsruhe, lebt in Frankfurt, ihre Bücher werden beim hiesigen Verlag Schöffling & Co. herausgegeben. Im vergangenen Jahr hatte sie die Poetik-Dozentur der Goethe-Universität inne.

Burkard Schliessmann ist einer der erfolgreichsten Pianisten unserer Zeit. Zudem ist er eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die auch durch soziales Engagement auffällt. Mit Benefiz-Konzerten unterstützt er die Arbeit von Kinder- und Jugendhäusern und andere Projekte und Institutionen in Frankfurt. Er ist ein engagierter Botschafter für die Verständigung von Menschen untereinander durch Musik. Er widmet sich sozialen und ökologischen Projekten. Dieser vorbildliche Einsatz soll durch die Verleihung der Goethe-Plakette anerkannt und gewürdigt werden.

Die Goethe-Plakette kann an Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler sowie andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens verliehen werden, die durch ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind. (ffm)