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Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

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Sommerwerft 2019 – von Theatermachern erschaffen, von Künstlern belebt

Über 300 lokale und internationale Künstler, ebenso vielen Ehrenamtliche und tausende Besucher

von Ilse Romahn

(19.07.2019) Am Freitag, 19. Juli, beginnt die 18. Sommerwerft, das 17-tägige internationale Theaterfestival, am östlichen Fankfurter Mainufer.

Sommerwerftestival
Foto: Sommerwerft
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Am Eröffnungsabend des Festivals wird Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, ihre Grußworte um 21.30 an Künstler und Publikum richten, vor der Premiere des italienischen Theaterensembles Ondadurto, „Terra Mia“.

Ob befreiende Vibes oder belebende Melancholie, auf diesem Festival schaffen Künstler den Rahmen, organisieren Theatermacher die Angebote und Techniker die Platzierungen, übernehmen Tänzer und Schauspieler die Koordination einzelner Aufgaben auf dem Festival – sie alle gestalten diese einzigartige Atmosphäre. Mithilfe von Partnern aus Rhein-Main, Freunden und Helfern aus der Stadt und aus anderen Ländern erbauen sie für kurze Zeit eine friedliche, freidenkerische und nachhaltige Welt.

Schon seit Wochen sind alle Verantwortlichen und Helfer des Festivals auf Hochtouren. Sie bauen das Gelände auf, machen den letzten Feinschliff an ihren Werken, um ab Freitag bereit zu sein. Denn nicht nur die über 100 Programmpunkte auf diesem Festival sind sehens- und erlebenswert, die Stände und Plätze selbst sind es, denn sie werden durch die Künstler gestaltet. Im gesamtkünstlerischen Konzept dieses kreativen Dorfes gibt es neben der alten Bar „Haifischwagen“ das neue Beduinenzelt und gegenüber die beliebte Cocktailbar. Weiter vorne sind das in holzbootform erbaute Porto Brasil, schräg gegenüber der Babuschka-Stand und Performances auf dem gesamten Gelände.

Beispielsweise ist das Café Pimpanelli neu. Erbaut von Josefine Berger auf dem Kulturgelände von protagon e.V., aus recyceltem Material, in der Optik der Sechziger Jahre. Hier wird es internationale Kaffeespezialitäten und entertainende Sommerwerftlerinnen in wechselnden Kostümen hinter der Theke geben. Ob Espresso, Cappuccino oder auch Café Leche y Leche, vietnamesischen Eiskaffee, Irish Coffee oder Ähnliches, gibt’s mit Milch, Soja oder Haferdrink. Neu ist auch der Stand „Datschi und Musik“, der auf dem Weg zum Theaterzelt noch Reibekuchen und Handkässpezialitäten für alle anbietet, die gerne kulinarisch daheimbleiben.

Was sich ändert? Der viele Jahre eingeplante Marsch der Künstler und Helfer zum Auftakt, die Kulturinvasion durch die Innenstadt findet in diesem Jahr nicht statt. Aufgrund drohender Mehrkosten durch weitere Sicherheitsauflagen haben die Veranstalter des Festivals sich entschieden, den Marsch 2019 auszusetzen. Es wird auch keine Wurstbude mehr geben, da der Fleischkonsum auf dem Festival ab 2019 generell nicht mehr eingeplant wird. So „spart“ die Küche für die nicht eingesetzte Tonne Fleisch umgerechnet 36 Tonnen Co2 (1kg Fleisch = 36 kg Co2).

Was bleibt? Der freie Zugang und die harmonische Vielfalt, die gar nicht mehr abgebaut werden sollte...

Dieses Independent-Festival bietet Zeit und Raum jenseits des Mainstreams. Täglich sind mehrere Singer- Songwriter Livekonzerte, Performances, Tanz oder Slams. Es gibt Workshops für alle, Getränke in allen Farben und Formen und frische internationale Küche an mehreren Ständen. Organisiert von Mitgliedern des Vereins Protagon e.V., umgesetzt mit vielen Partnern und über 500 Helfern aus über 20 Ländern.

www.sommerwerft.de