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Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

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Seattle im Zeichen der Kunst

Seattle Art Fair bringt im August tausende Kunstliebhaber zusammen

von Ilse Romahn

(30.07.2019) Seattle ist bekannt für seine grüne Seele und die Nähe zur Natur, als Innovationshub für namenhafte Unternehmen und für seine vielseitige Kulturlandschaft. Vom 1. bis zum 4. August 2019 vereint die Metropole wieder die regionale Kunstszene mit Künstlern aus der ganzen Welt und tausenden internationalen Besuchern.

Artwork by Steven Assael
Foto: Sunny Martini
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Zum fünften Mal zeigt die Seattle Art Fair die besten modernen und zeitgenössischen Werke und rückt damit den pazifischen Nordwesten mit seiner pulsierenden Kunstszene in den Mittelpunkt. Besucher erwarten Ausstellungsstücke von rund 100 Galerien, tägliche Vorträge sowie Sonderveranstaltungen und Aufführungen. 

Zum zweiten Mal übernimmt Kurator Nato Thompson als Artistic Director die Leitung der Seattle Art Fair, deren diesjähriges Programm sich mit Themen wie Neugierde und Wunder, Musik, Technik, Naturkunde sowie künstlicher Intelligenz beschäftigt. „Das Programm der diesjährigen Seattle Art Fair ist eklektisch zeitgemäß“, sagte Nato Thompson. „Wir ließen uns von den Kunstkabinetten des 16. Jahrhunderts inspirieren, die Artefakte aus allen Herren Ländern zusammentrugen und ausstellten. Das Programm vereint Interdisziplinarität, Intersektionalität und Posthumanismus und überträgt es auf das 21. Jahrhundert.“

Vom Brotgesicht über künstliche Intelligenz bis hin zu nachgeahmten Erdbeben
Zu den diesjährigen Highlights zählen unter anderem das interaktive Self Facing von der Künstlerin Bread Face, bei dem Besucher das internationale Social-Media-Phänomen selbst ausprobieren können: Dabei drücken sie ihr Gesicht in Backwaren, um ein so genanntes ASMR-Erlebnis zu kreieren. Die Autonomous Sensory Meridian Response, oder auch Kopfkribbeln genannt, beschreibt ein beruhigendes Gefühlt, das sich von der Kopfhaut ausgehend auf den ganzen Körper ausbreitet. Das dabei mit dem Gesicht zerdrückte Brot wird anschließend zum Ausstellungstück während der Veranstaltungstage. 

Die Transmediakünstlerin Stephanie Dinkins präsentiert mit Not The Only One (N'TOO) einen interaktiven KI-Sprachroboter, der die Geschichte einer afroamerikanischen Familie erzählt und hinsichtlich Vokubular und Erzählfähigkeiten kontinuierlich dazulernt. Dinkins möchte mit dem Roboter auf die in der Tech-Community stark unterrepräsentierten Afroamerikaner aufmerksam machen. Der KI-Roboter wurde auf der Grundlage von Daten ausgebildet, die von drei Frauen-Generationen einer Familie stammen. Die Besucher sind eingeladen, mit der Skulptur zu sprechen und somit ihren Teil zu ihrem sich entwickelnden Wissen beizutragen.

Das schwedische Künstlerduo Bigert & Bergström – bekannt für seine großformatigen Installationen, die sich mit der Schnittstelle zwischen Mensch, Natur und Technik befassen – stellt den Incubator for Earthquakes vor. Dabei handelt es sich um eine kinetische Tischinstallation inklusive Motor, der den Tisch von Zeit zu Zeit einem Erdbeben aussetzt und das darauf stehende Porzellan zum Klappern bringt.

Tagestickets für die Seattle Art Fair, die im CenturyLink Field Event Center stattfindet, können für umgerechnet 27 Euro (30 US-Dollar) erworben werden. Dreitagestickets starten bei 45 Euro. 

Mehr Informationen zur Seattle Art Fair unter www.seattleartfair.com und zu Seattle unter www.visitseattle.de.