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Letzte Aktualisierung: 09.12.2019

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Schaurig schöner Feiertag in Texas

Halloween im Lone Star State

von Ilse Romahn

(09.10.2019) „Süßes, sonst gibt´s Saures“: Was einst als heidnischer Volksbrauch in Irland begann, findet seit den 1990er-Jahren zunehmend Anklang bei Feierlustigen – Halloween ist vor allem in den USA beliebt und wird in den buntesten Varianten gefeiert.

Dallas Skyline
Foto: Matt Pasant
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Warum also nicht einmal an einer Geistertour teilnehmen, ein Bestattungsmuseum besuchen oder sich vom ausgelassenen Trubel einer Parade zu Ehren der Toten mitreißen lassen? In Texas wird der Feiertag zu einem besonderen Ereignis, graben die Bewohner doch ganz tief in der Gruselkiste ...

Geistertour durch Galveston
Die Geschichte der Stadt Galveston beruht auf Mord, Kannibalismus, Piraten und mysteriösen Vorkommnissen – ideal also, um den Besuchern mit einer schaurigen Führung Einblick in die dunkle Vergangenheit zu geben. Ein Geisterführer steuert die Gäste das ganze Jahr über durch die Gassen vorbei an Sehenswürdigkeiten und historischen Gebäuden – die passende Gruselgeschichte dazu immer parat. Ob eine Besichtigung des Dachbodens der Sealy Mansion, wo Kinder ein unheimliches Schauspiel aufführen, oder eine Führung durch das Durst House, wo einst ein grausamer Mord geschah – hier läuft es wohl jedem eiskalt den Rücken hinunter. Wer dennoch nicht genug kriegen kann, sollte sich einer Red Light District-Tour anschließen, welche die skandalöse Geschichte des größten Rotlichtviertels der Vereinigten Staaten zum Leben erweckt.

Das Bestattungsmuseum von Houston
Geschichtsinteressierte und Gruselliebhaber kommen in Houston voll auf ihre Kosten, reisen die Besucher im National Museum of Funeral History doch nicht nur um Halloween in die Welt der Särge, Leichenwagen und Bestattungsartefakte, sondern das ganze Jahr über mit einer Dauerausstellung über Beisetzungsrituale aus aller Welt. Ob Päpste, Präsidenten, Soldaten oder berühmte Persönlichkeiten – das Museum informiert über die unterschiedlichsten Beisetzungsformen der eigenen, aber auch fremder Kulturen, darunter die Geschichte der Einbalsamierungsrituale im alten Ägypten. Veranschaulicht wird die Ausstellung mit teils jahrhundertealten Artefakten – so können die Besucher beispielweise einen Blick auf den originalen Bestattungsplan von US-Präsident Truman sowie auf die Totenmaske des bekannten Bürgerkrieggenerals Robert Edward Lee werfen.

Mit den Toten feiern in Austin
Was hierzulande als Allerheiligen und Allerseelen gilt, ist für die Mexikaner der Día de los Muertos – der Tag der Toten. Nach altmexikanischer Tradition wird dieser wichtige Feiertag jedoch nicht als Trauerveranstaltung abgehalten, sondern vielmehr als rauschendes Fest zu Ehren der Verstorbenen. Bunte Paraden mit kostümierten Teilnehmern, gesellige Straßenfeste und gar einer Feier auf dem Friedhof gehören dazu. Am 26. Oktober lässt das Mexic-Arte-Kunstmuseum in Austin die mexikanische Tradition mit dem 36. Viva la Vida-Festival aufleben. Eine Prozession entlang der Congress Avenue sowie ein Straßenfest in der Innenstadt mit Livemusik, Aufführungen und traditionellen Gerichten erwartet die Gäste.  

Weitere Informationen zu Texas auf www.traveltexas.de