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Letzte Aktualisierung: 21.08.2019

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Roboter verstehen lernen

von Ilse Romahn

(13.08.2019) Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber und IT-Dezernent Jan Schneider präsentierten in der Zentralbibliothek die ersten Roboter in der Stadtverwaltung.

Jan Schneider und Sylvia Weber beobachten Roboter Nao beim Tai Chi
Foto: Stadt Frankfurt / Stadtbücherei / Benjamin Esche
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In der Zukunft werden Mensch und Maschine immer enger zusammenarbeiten. Auch im Sozial- und Bildungsbereich übernehmen Roboter schon heute wichtige Aufgaben. Am Montag, 12. August, präsentierten die Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, sowie IT- und Reform-Dezernent Jan Schneider die ersten Roboter in der Stadtverwaltung.

Der humanoide Roboter Nao und der Roboterarm Dobot kommen in der Stadtbücherei zum Einsatz. „Das Verständnis darüber, wie Roboter funktionieren, wird immer wichtiger. Eine Stadtbücherei, zu der jede Bürgerin und jeder Bürger Zugang hat, ist deshalb der ideale Ort, um einen ersten Kontakt mit dem Thema Robotics herzustellen“, erklärte Stadträtin Weber das Vorhaben.

Der Dobot ist ein didaktischer Roboterarm zu Lernzwecken, zur Weiterbildung und zum Experimentieren. Mit ihm können Programmierung und Automatisierung erprobt werden. Der humanoide Roboter Nao lässt die Herzen aller Besucher höherschlagen, wenn er mit grazilem Hüftschwung und lebhafter Gestik davon erzählt, dass er ja noch viel lernen muss.

Die im Dezernat von Stadtrat Schneider angesiedelte Stabsstelle Digitalisierung hat zur Anschaffung der beiden Roboter einen Betrag in Höhe von 30.000 Euro beigesteuert. „Wir unterstützen gerne dieses Projekt, da wir die Frankfurterinnen und Frankfurter an die neue und innovative Technologie heranführen und für die Entwicklung solcher Systeme begeistern wollen“, sagte Schneider.

Dobot und Nao werden in der Stadtbücherei nicht als klassische Assistenten oder Arbeitsroboter eingesetzt. Vielmehr laden sie dazu ein, die Maschinen und ihre Funktionsweise kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Frankfurt starten im Herbst etwa Programmierkurse, deren Krönung die Programmierung des Naos ist. Aber auch jeder, der einfach mal einem Roboter die Hand schütteln möchte, ist bei der Stadtbücherei jetzt richtig. Ab 2020 folgen pädagogische Programme und Roboter für die jüngere Zielgruppe.

Bildungsdezernentin Weber begrüßt den gesetzten Impuls: „Das ist Bildung mit allen Sinnen und ein wichtiger Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Wissensgesellschaft.“ Stadtrat Schneider hebt einen weiteren Aspekt hervor: „Ganz pragmatisch werden wir beobachten, wie sich die Roboter in der Praxis bewähren und wo sich sinnvolle Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Stadtverwaltung ergeben können. Das Spektrum denkbarer Einsatzszenarien ist dabei breit: Es reicht zum Beispiel von der Unterstützung bei gärtnerischen Tätigkeiten bis zur Übernahme von Lotsenfunktionen in Ämtern mit Publikumsverkehr. Darüber hinaus wollen wir auch Erfahrungen sammeln, wie die neue Technik von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird und wie sie mit den Robotern umgehen.“

Zum Start des Robotics-Projekts bietet die Stadtbücherei eine inhaltsvolle Aktionswoche und auch – ganz klassisch – aktuelle Medien rund um das Thema.

Informationen gibt es unter http://www.stadtbuecherei.frankfurt.de im Internet. (ffm)