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Letzte Aktualisierung: 11.12.2018

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Resolution an die Bundesregierung: Landesapothekerkammer Hessen fordert Umsetzung des Koalitionsvertrages

von Ilse Romahn

(28.11.2018) Die Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen hat einstimmig eine Resolution an die Bundesregierung verabschiedet, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Rückführung des Versandhandels mit Arzneimitteln auf das europarechtlich gebotene Maß zügig umzusetzen.

Mit der Resolution fordert die Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen die Einhaltung des Koalitionsvertrages ein.
Foto: Landesapothekerkammer Hessen
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„Wir erwarten, dass der Koalitionsvertrag mit Leben erfüllt und die Gleichpreisigkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten wieder hergestellt wird“, betonte Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. „Diese Gleichpreisigkeit ist das Fundament für eine qualitätsgesicherte Arzneimittelversorgung durch wohnortnahe, inhabergeführte Apotheken und verhindert einen ruinösen Preiswettbewerb – zum Wohle der Bevölkerung“.

Gleichpreisigkeit ist Verbraucherschutz
Die wohnortnahe und flächendeckende Arzneimittelversorgung in Deutschland ist auf der Gleichpreisigkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten bei der Abgabe an die Patienten aufgebaut. Sie schützt die Verbraucher und verhindert das Übervorteilen von kranken Menschen. Damit die Aufgaben der Apotheke vor Ort weiterhin zum Wohle der Patientinnen und Patienten erfüllt werden können, ist die Einhaltung der Arzneimittelpreisverordnung und damit die Gleichpreisigkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten die Voraussetzung: Nur so kann eine flächendeckende Arzneimittelversorgung zu jeder Tag- und Nachtzeit durch Apotheken vor Ort langfristig sichergestellt werden.

Unhaltbare Schräglage
Doch nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 19.10.2016 gelten die Vorschriften der Arzneimittelpreisverordnung nicht mehr für ausländische Versandapotheken. Dadurch ist eine Schräglage für die Apotheken vor Ort entstanden. Mit Blick auf den Koalitionsvertrag fordert die Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen den Ausschluss von verschreibungspflichtigen Medikamenten vom Versandhandel – die einzige zielführende Maßnahme, um die Gleichpreisigkeit wieder herzustellen.

Zukunftsfähig aufgestellt
Insbesondere vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft und dem damit verbundenen Anstieg an pflegebedürftigen Menschen ist es für die Apothekerinnen und Apotheker essentiell, Weiter- und Neuentwicklungen im Gesundheitswesen zum Wohle der Patientinnen und Patienten aktiv mitzugestalten. Sie arbeiten zukunftsorientiert und übernehmen auch neue Aufgaben: So bringen sich die Apotheker aktiv in Projekte der Digitalisierung wie beispielsweise die Einführung des elektronischen Rezeptes (eRezept) ein.

Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.   www.apothekerkammer.de