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Letzte Aktualisierung: 19.03.2019

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Rekord beim 35. Frankfurter Ostermarkt: 3200 Besucher im Dominikanerkloster

Erlös aus Benefizveranstaltung geht an MS-Kranke in Frankfurt und Hessen

von Ilse Romahn

(12.03.2019) Mit gut 3200 Besuchern kann der Jubiläums-Ostermarkt einen Rekord vermelden. Just beim „35. Frankfurter Ostermarkt", der am vergangenen Wochenende im Dominikanerkloster seine Pforten geöffnet hatte, hat Organisatorin Ingrid Bauer so viele Besucher wie noch nie registriert. Sie zeigte sich stolz, dass der traditionsreiche und von Beginn an ehrenamtlich organisierte Ostermarkt auch bei seiner 35. Auflage so viele Liebhaber des Kunsthandwerks anlockte und die Aussteller mit dem Verkauf ihrer aufwendigen kreativen Arbeiten zufrieden waren.

Bildergalerie
Gerlinde Schmidt stellte farbenfrohe Holzdekorationen aus
Foto: Sonja Thelen, DMSG Hessen
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Konditorweltmeister Bernd Siefert zauberte aus Marzipan kleine Häschen im Kohl sitzend
Foto: Sonja Thelen, DMSG Hessen
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Zudem freute sich Ingrid Bauer, dass es seit der Premiere 1984 gelungen ist, den Ostermarkt frei von Kommerz durchzuführen und mit dem Erlös aus Standgebühren und Eintritt eine gute Sache zu unterstützen. Seit mehr als 25 Jahren geht dieser an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Landesverband Hessen und örtliche MS-Gruppen.

„Es macht einen stolz und einfach viel Spaß, wenn so viele Menschen sich von dem Ostermarkt angesprochen fühlen, ihn besuchen und zugleich die Aussteller einfach zufrieden sind", zog Organisatorin Ingrid Bauer nach dem zweitägigen „35. Frankfurter Ostermarkt" eine rundum positive Bilanz. Vor allem freute sich die Organisatorin, dass es seit 1984 gelungen sei, den Ostermarkt frei von Kommerz und zugunsten einer guten Sache auf die Beine zu stellen. 1984 hatte die engagierte Frankfurt-Westend-Bewohnerin und SPD-Politikerin Odina Bott mit Renate Seiffermann den Ostermarkt ins Leben gerufen, um mit dem Erlös den Erhalt alter Kirchen zu unterstützen. Die Premiere fand im „Bürgertreff Pferdestall" im Westend statt, „um diesen mit Leben zu erfüllen", berichtet Ingrid Bauer, die seit dem Rückzug von Monika Oldenburg 2011 mit Käte Westphal den Oster- und Herbstmarkt federführend auf die Beine stellt. Seit 1986 ist der Ostermarkt im Dominikanerkloster beheimatet, und seit 25 Jahren geht der Erlös aus Standgebühren und Eintrittsgeld an die DMSG Hessen und an örtliche MS-Selbsthilfegruppen. „Wir sind sehr glücklich und dankbar, Sie an unserer Seite zu wissen. Wir danken Ihnen für Ihr Engagement, das Sie in den Dienst der guten Sache stellen, und Ihre Unterstützung seit 25 Jahren", sagte die Vorsitzende der DMSG Hessen, Dagmar Spill, in ihrer kurzen Dankesrede zum Auftakt des „35. Frankfurter Ostermarkts" an Koordinatorin Ingrid Bauer und Käte Westphal gewandt. Um über die Erkrankung Multiple Sklerose aufzuklären und ihr engmaschiges Beratungsnetz vorzustellen, hatte die DMSG Hessen während des Ostermarkts zudem einen Infostand.

Auch beim Jubiläums-Ostermarkt kamen Liebhaber von handwerklich aufwendig bearbeiteten Ostereiern und frühlingshaften Dekor-Artikeln voll auf ihre Kosten. An rund 60 Ständen gab es eine vielfältige Auswahl zu entdecken. Bereitwillig erklärten und demonstrierten die Kunsthandwerker ihre Techniken, um Ostereier zu verzieren. Wie beispielsweise Ursula Kähn aus Frankfurt-Nied, die 90 Stunden braucht, um aus ihren Straußeneiern Kunstwerke zu machen. Seit gut 30 Jahren stellt sie ihre Arbeiten auf dem Frankfurter Ostermarkt aus. Wichtig ist ihr, dass der Erlös für einen guten Zweck ist. Diese Ansicht teilt auch Gerlinde Schmidt aus dem Westerwald, die an ihrem Stand selbsthergestellte farbenfrohe Holz-Anhänger für Zweige und Stecker für Blumenkästen verkaufte. „Die soziale Idee beim Ostermarkt liegt mir am Herzen, und ich finde es gut, dass der Erlös aus den Standgebühren und aus den Eintrittskarten MS-Kranken zu Gute kommt", betonte Gerlinde Schmidt, die seit mehr als 20 Jahren mit ihren Holzdekorationen auf dem Ostermarkt präsent ist. Auch neue Aussteller zeigten ihre Arbeiten, etwa zwei Eier-Maler. Bei einem waren die Ostereier mit Kupferdraht umwickelt, und bei der anderen waren die Schalen wie Fabergé-Eier mit Perlen verziert. Zu entdecken gab es zudem Porzellanmalerei, kalligraphische Arbeiten, Papiercollagen, Floristik, Keramik, österliche Gestecke, Patchwork, selbstgenähte Stoff-Mäppchen oder -Taschen, Stickereien oder thüringische Glaskunst. Einigen Kunsthandwerkern konnten Besucher bei der Arbeit über die Schulter schauen. Etwa Konditor-Weltmeister Bernd Siefert aus Michelstadt im Odenwald, der aus Marzipan kleine Osterhasen inmitten eines dicken Kohls sitzend zauberte und mit leckeren Schoko-Ostereiern, Schokoladen, Pralinen und vielem mehr lockte.

www.dmsg-hessen.de