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Letzte Aktualisierung: 22.07.2019

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Perdeprinzessin und wilder Löwenmann

Circus Krone gastiert ab 23. Mai in Frankfurt

von Karl-Heinz Stier

(13.05.2019) Die Besucher werden in eine Welt der Poesie, Anmut und Romantik entführt. Die Manege wird zum Innenhof eines Palastes. Unter dem Titel „MANDANA – Circus-Kunst neu geträumt“ zeigt der Circus Krone eine Vorstellungsform, die bisher in dieser Art noch nie dargestellt wurde. Circus und Theater werden zu einer Einheit. Artisten, Akrobaten, Clowns und Tiere vermitteln eine neue Unterhaltungskunst.

Bildergalerie
Das Ehepaar Lacey-Krone und Lacey jr. mit ihren Doubles, wie sie bei der Vorstellung auftreten.
Foto: Karl-Heinz Stier
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„Gummi-Mensch“ Alexander bei einer seiner Vorführungen
Foto: Circus Krone
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Eine der Hochseilsensationen von Los Robles
Foto: Circus Krone
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Martin Lacey jr. mit einer seiner Tierdressuren
Foto: Circus Krone
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Das Clown Trio Without Socks mit ihrer vergessenen Kunst des Clown-Entertainements.
Foto: Circus Krone
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„Mandana“ die Pferdeprinzessin – wo will es die Geschichte in der Arena – begegnet der Liebe: Sie trifft den Löwenmann. Die Grenzen zwischen Tier und Mensch verschwimmen. Circus Krone erzählt dieses Märchen mit der Erfahrung aus über einem Jahrhundert gelebter Leidenschaft zwischen Mensch und Tier. „Mandana, der Titel der Show, ist kein Zufall. Jana „Mandana“ Lacey – Krone, die seit zwei Jahren zusammen mit ihrem Mann  Martin Lacey jr. den Circus leitet, trägt diesen Namen einer persischen Prinzessin. Als Pate für die Figur der Pferdeprinzessin muss sie zahlreiche Barrieren zu ihren Löwenmann überwinden. Denn Pferde sind tatsächlich die Leidenschaft von Jana Mandana Lacey –Krone. Das zeigt sie auch in den Vorstellungen.

Und Löwen und Tiger sind das Metier von  Martin Lacey jr. Er präsentiert realiter seit vielen Jahren, wie mit Vertrauen, Geduld und viel Zuwendung seine Arbeit mit gefährlichen Raubtieren möglich ist. Er wurde mehrfach beim Zirkusfestival in Monte Carlo ausgezeichnet und wurde bisher als einzigem  den „Goldenen Clown“ verliehen. Mit seinen Tiger und Löwen  versprechen er und seine Tiere Nervenkitzel und Spannung.

Die Zuschauer werden bei der Circusreise beider verheirateter Hauptdarsteller durch die Geschichte des über 100jährigen Bestehens des Münchener Unternehmens mitgenommen, die freilich ein Stück weit auch ihre eigene Geschichte ist. Mit Art Director und Choreograph Bence Vagi, Gründer von ReCirquel aus Ungarn, hat die Crew vom Circus Krone einen Spezialisten für Shows voller Ästhetik und kunstvollen Ausdruck engagiert. Über ein Jahr haben die Laceys und er zusammengesessen und die neue Vorstellungsform beim Circus entwickelt. Mit seiner Kreation steht er in einer Reihe mit „The Greatest Showman“ oder Fellinis Meisterwerken und lässt neue großartigen Momente für eine Circus-Geschichte auferstehen. Es ist nicht nur das Entree zum Palast, das ins Auge fällt, sondern auch die märchenhaften Kostüme und Bühnenbilder sind schon für sich ein optisches Erlebnis.

Erstmals in der Geschichte des Circus Krone werden bei „Mandana“- Circuskunst geträumt“ auch Artistik, Theaterelemente, Musik (es gibt auch ein Live-Orchester!), Bühnenbild, Clowns und Bühnenbild mit harmonischen Tiernummern statt lauter Dressur in die Handlung des Programms eingebunden, die einzelnen Show-Acts mit einander verflochten. Weltklasse–Akrobaten ziehen die Zuschauer in ihren Bann. So zum Beispiel die Los Robles aus Kolumbien, die eine Hochseilsensation unter der Circuskuppel präsentieren. Was sie auf dem Hochseil zeigen, macht den Zuschauer atemlos, denn Fehler verzeiht das Hochseil nicht.

Alexander Batuev aus Russland ist ein „Gummi-Mensch“. In vielen Variationen faltet, verbiegt und verdreht er seinen Körper und klappt ihn auf Koffergröße zusammen.

Das Duo Stipka aus Tschechien vollführt Tanz und Akrobatik auf zwei Pferderücken. Sie zelebrieren Figuren des klassischen Balletts, die Gleichgewichtssinn und Körperbeherrschung voraussetzen.

Die Truppe Non Stop aus der Ukraine widmet sich dem Trampolinspringen, stürzen sich in die Tiefe, zeigen Salti und bieten ein Stakkato wirbelnder Körper.

Spektakuläre  Kunst der Balance beherrscht das Duo Stauberti aus Tschechien an der meterlangen Perch und drei Strapaten-Duos  offerieren als Flugkünstler ein Luftschaubild in 10 Meter Höhe mit wirbelnden Körpern.

Natürlich dürfen auch  Clowns nicht fehlen. Das Trio Without  Socks interpretieren die klassischen Clowns neu mit ihrer fast vergessenen Kunst und unterhalten das Publikum frech, lustig und farbenfroh.

Frank Keller ist beim Circus Krone für den Tierschutz verantwortlich. Wöchentlich kontrolliert das Veterinäramt die Lebensweise der Löwen, Tiger, Pferde, Lamas und Kamele. Jeder Tierbetreuer muss eine Prüfung ablegen, die offenbaren soll, ob er eine Ahnung von den Tieren hat. „Natürlich gibt es auch schwarze Schafe in unserem Metier, die aber müssen weg“, betont Keller mit Nachdruck. „Alle unsere Tiere werden kompetent versorgt. Sie fressen ausgesucht gutes Futter und haben eine  Betreuung durch spezialisierte Hufschmiede, Tierärzte, Tierlehrer und Tierpfleger“. Die menschliche Obhut sei auch der Grund dafür, warum die Tiere  bei Krone eine wesentlich höhere Lebenserwartung hätten als in der Natur. Eine kommentierte Raubtiernummer können Kinder und Erwachsene am 26. Mai, um 10.30 Uhr auf dem Circusgelände am Ratsweg vor der Eissporthalle  verfolgen.

Rund 250 Mitarbeiter beschäftigt der Circus Krone auf seiner Tournee durch Deutschland. Drei Tage wird für den Aufbau benötigt, allein 35 Personen sind nur mit dem Zeitaufschlagen beschäftigt. 8 Personen kümmern sich um die elektrischen Anlagen. Vor Frankfurt – der letzte Spieltag ist hier am 11. Juni - spielt das Unternehmen in Karlsruhe und Aschaffenburg, danach in Koblenz.

Der Vorverkauf erfolgt an allen bekannten CTS-Eventim Vorverkaufsstellen oder über die Kassen-Hotline des Circus Krone unter (01805)247287. Die Eintrittspreise liegen zwischen 55 und 19 Euro. Ermäßigte Preise gibt es für Kinder von 3 bis 12 Jahren sowie Erwerbslose, Rentner, Menschen mit Behinderung und Studenten.