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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Pädagogen for Future – Umweltlernen in Frankfurt unterstützt den Klimaprotest

von Ilse Romahn

(26.06.2019) Mit Wucht hat der Schülerprotest die Klimakrise auf die Tagesordnung gesetzt. Zu Recht kritisieren die Jugendlichen, dass die ältere Generation zwar Ziele erarbeitet hat, die Maßnahmen aber weit hinter den Erfordernissen des 1,5 Grad-Ziels zurückbleiben.

Der Fridays for Future-Protest kann einem wirksamen Klimaschutz in der Kommune Rückenwind bieten. Der Verein Umweltlernen in Frankfurt hat sich seit vielen Jahren dem Klimaschutz verschrieben und zahlreiche, zum Teil von der UNESCO ausgezeichnete Klimabildungsprogramme umgesetzt. Hierzu gehören: 
• Am bundesweit größten Solarrennen Frankfurt RheinMain für Kinder und Jugendliche nehmen jedes Jahr rund 800 Schüler teil. Kürzlich wurde es zum zwölften Mal auf dem Römerberg ausgetragen.

• Mit dem Energiesparprojekt an Frankfurter Schulen engagieren sich Schüler und Lehrer zusammen mit den Schulhausverwaltungen und den Schulleitungen. Dadurch sparen die beteiligten 100 Schulen jährlich über 4000 Tonnen CO2 ein.

• Den roten Faden des Schuljahrs der Nachhaltigkeit bilden Klimawandel, globale Gerechtigkeit und Kinderrechte. Es wird jetzt mit Mitteln des Integrierten Klimaschutzplans Hessen auch für weiterführende Schulen angeboten.

• Handlungsoptionen stehen auch im Zentrum der Lernwerkstätten zu den Themen Energie, Klimaschutz, Ressourcen und Recycling. Handlungsorientiert eignen sich Kinder und Jugendliche Wissen an und erarbeiten Lösungswege für eine nachhaltige Entwicklung.

Neben Wissen zum Klimawandel und Kompetenzen zum Klimaschutz gibt Klimabildung auch Impulse für Engagement. Deshalb zeigt sich Michael Schlecht, Geschäftsführer von Umweltlernen in Frankfurt, „tief bewegt über den fröhlichen wie fordernden Protest der jungen Generation. Als Team haben wir einstimmig beschlossen, uns dem Aufruf der ‚Pädagogen for Future‘ anzuschließen, und unterstützen die Forderungen von Fridays for Future.“

Der Verein Umweltlernen regt eine Sondersitzung des Klimaschutzbeirates der Stadt Frankfurt oder ein anderes geeignetes Dialogformat zu drängenden Maßnahmen für den Klimaschutz an.

Gemeinsam mit dem Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen“ ist bereits ein Klimabildungs-Festival am 20. September, dem überregionalen Aktionstag von ‚Fridays for Future‘, am frisch gesperrten Mainufer geplant.

Umweltlernen wünscht sich mehr Schwung im Bereich Klimaschutz und Klimabildung und nicht minder die Realisierung des Klimabildungszentrums „Haus der Zukunft“, das schon im Klimaschutzkonzept der Stadt Frankfurt beschlossen ist.

„Wir wollen, wie Joachim Schellnhuber vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung bei der Friday for Future-Demonstration vor der EZB den Schüler zugerufen hat, ‚weiterhin unbequem bleiben!‘ – für einen wirksamen Klimaschutz in Frankfurt.“