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Letzte Aktualisierung: 15.07.2019

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Otto ID Solutions gewinnt den Frankfurter Gründerpreis 2019 / Start-up setzt sich gegen 25 weitere Bewerber durch

Bornheimer Ratskeller und Cansativa ebenfalls auf dem Siegerpodest

von Ilse Romahn

(15.05.2019) Am Montag, 13. Mai, hat Wirtschaftsdezernent Markus Frank bei der feierlichen Preisverleihung im Kaisersaal des Römers die Namen der Preisträger des Frankfurter Gründerpreises 2019 verkündet.

Mit dem ersten Preis des Frankfurter Gründerpreises 2019 wurde das Unternehmen Otto ID Solutions ausgezeichnet. „Otto ID Solutions steht für Prozessoptimierung und eine deutliche Reduzierung des Verwaltungsaufwands für den Rettungsdienst, beim Feuerwehreinsatz oder in Krankenhäusern – Bereiche, in dem jede Sekunde zur Rettung von Menschenleben zählt“, zeigt sich Stadtrat Frank beeindruckt. Der Gründer Karsten Otto entwickelt und berät zu individuellen Prozessen der digitalen Produktverfolgung mit dem Einsatz von Radio Frequenz Identification (RFID). Einzelne Produkte und Verbrauchsmaterial, zum Beispiel im Krankenwagen oder im OP, werden mit RFID ausgestattet. Mit Hilfe von Antennen und Dekodiergeräten wird erkannt und ausgewertet, welche Produkte nach einem Einsatz verbraucht wurden und wieder aufgefüllt werden müssen. In Kooperation mit einem der großen Rettungswagenhersteller in Deutschland soll im Frühjahr 2019 ein vollständig digitaler Rettungswagen gebaut werden. Der erste Platz des Frankfurter Gründerpreises 2019 ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro dotiert.

Mit dem zweiten Preis und 10.000 Euro wurde der Bornheimer Ratskeller, eine Gründung von Mario Furlanello, ausgezeichnet. Das Lokal ist die Wiederbelebung eines denkmalgeschützten Gebäudes, umgesetzt mit einem Architektenteam und gepaart mit frischer und nachhaltiger Kochkunst, regionalem Bezug der Lebensmittel und hauseigenen Fleisch und Wurstwaren. „Mario Furlanello setzt sich im Bornheimer Ratskeller nicht nur für kulinarisches Bewusstsein ein. Es ist ihm ebenso ein Anliegen regionale Produktionsketten zu stärken und gleichzeitig das Handwerk zu erhalten“, begründet Frank die Entscheidung der Jury.

Für Furlanello ist dies bereits die zweite Auszeichnung mit dem Frankfurter Gründerpreis. 2008 gewannen er und seine Mitgründerin Christiane Fuchs mit ihrer Kochschule den dritten Platz.

Die Brüder Benedikt und Jakob Sons wurden mit ihrem Unternehmen Cansativa mit dem dritten Preis und 7500 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Mit dem Import und Handel von medizinischem Cannabis für Apotheken hat die Cansativa zum Ziel, den Markt zu professionalisieren, von der aktuellen Stigmatisierung zu befreien und die Preise für Patienten nachhaltig zu reduzieren. Der Erfolg spricht für sich. Bereits das erste Rumpf-Geschäftsjahr schließen sie mit einem mittleren sechsstelligen Umsatz ab. Anfang des Jahres konnte ein großer Investor für eine Beteiligung gewonnen werden. Cansativa eröffnet von Frankfurt aus pharmazeutischen Unternehmen aus der ganzen Welt einen Zugang zu einem rasant wachsenden Markt.

Im 19. Wettbewerbsjahr haben 25 Unternehmen aus Frankfurt ihre Bewerbungen um den Frankfurter Gründerpreis eingereicht. Insgesamt haben sich seit Bestehen des Preises fast 600 Unternehmen mit ihren Geschäftsideen beworben. Die Jury zeigt mit der Auswahl der Preisträger ein gutes Gespür. „Über 80 Prozent der Preisträger, die bislang ausgezeichnet wurden, sind nach wie vor erfolgreich am Markt. Das zeigt, wie nachhaltig und solide die Geschäftsideen der Preisträger sind“, sagt Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt und Vorsitzender der Jury.

Seit 2001 wird der Preis jährlich an herausragende Gründer aus dem Frankfurter Stadtgebiet verliehen. Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert. In der Jury wirken neben Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung auch Gründungs- und Fachexperten sowie ehemalige Preisträger mit.

Organisiert wird der Wettbewerb von der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Eine Liste der bisherigen Preisträger ist online unter https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8648&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=6290713 einsehbar.

Weitere Informationen finden sich auch auf der Seite der Wirtschaftsförderung Frankfurt unter http://www.frankfurt-business.net . (ffm)