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Letzte Aktualisierung: 15.10.2018

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Orchestre des Champs-Élysées und das Collegium Vocale Gent am 24. Oktober in der Alten Oper

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(12.10.2018) Kraftstrotzend und strahlend – oder von düsterer Todesahnung und Hoffnung auf Trost kündend: Die Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551, die so genannte „Jupitersinfonie“, und das Requiem d-Moll KV 626 sind zwei kompositorische Vermächtnisse Wolfgang Amadeus Mozarts von gänzlich unterschiedlicher Haltung. Das Orchestre des Champs-Élysées, das Collegium Vocale Gent und beider Gründer und Leiter Philippe Herreweghe haben diese kontrastreiche Paarung auf das Programm ihres kommenden Konzerts in der Alten Oper Frankfurt gesetzt.

Bildergalerie
Philippe Herreweghe
Foto: Charlie De Keersmaecker
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Eva Zaïcik
Foto: Philippe Biancotto
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Am Mittwoch, 24. Oktober 2018, lassen Chor und Orchester gemeinsam mit den Vokalsolisten Emőke Baráth (Sopran), Eva Zaïcik (Mezzosopran), Maximilian Schmitt (Tenor) und Florian Boesch (Bass) das Requiem auf die triumphale C-Dur-Schlussfuge der Jupitersinfonie folgen.

Ob Mozart, Bruckner, Mahler, Strauss oder Wagner: Die Beschäftigung mit den großen Werken der Musikgeschichte des 18. bis frühen 20. Jahrhundert erfolgt bei Herreweghe und seinen Musikern stets auf der Basis der Errungenschaften der historischen Aufführungspraxis, wie sie lange Zeit vor allem mit der Alten Musik verknüpft war. Das Orchestre des Champs-Élysées, 1991 von Herreweghe gegründet, sieht seine Arbeit der von Restauratoren vergleichbar, die – nicht zuletzt durch das Spiel auf Instrumenten der jeweiligen Zeit – die ursprünglichen Farben der großen Gemälde durch sorgfältige Reinigung wieder freilegen. Das Orchester versucht, jedes Werk unter einem neuen Blick zu betrachten und die vielen Lesarten, die sich im Verlauf der Zeit bisweilen stark von den ursprünglichen Absichten des Komponisten entfernt haben, auszublenden. Als Extremist mag sich Herreweghe dabei jedoch nicht begreifen: „Ich finde zum Beispiel Bach mit alten Instrumenten einfach schöner“, sagt er. „Und das gilt für mich mehr und mehr auch für Haydn, eigentlich auch für Beethoven und Mendelssohn, bis hin zu sehr später Musik.“

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