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Letzte Aktualisierung: 22.02.2019

Oberbürgermeister Peter Feldmann besucht Mitarbeiter der FraCareServices GmbH

von Ilse Romahn

(18.01.2019) Sie arbeiten sieben Tage die Woche fast rund um die Uhr, damit an einem der geschäftigsten Orte dieser Stadt auch wirklich jeder pünktlich sein Ziel erreicht: Die 800 Beschäftigten der FraCareServices GmbH am Frankfurter Flughafen sorgen Tag und Nacht dafür, dass Fluggäste mit physischen oder psychischen Einschränkungen sowie ältere und chronisch erkrankte Menschen rechtzeitig ihren Flug erreichen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann besucht Mitarbeiter von FracareServices
Foto: Stadt Frankfurt / Rainer Rüffer
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Auch die Begleitung bei Ankunft, Abflug und während des Transits, die Unterstützung auf dem Weg zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Begleitung bei Zoll-, Grenz- und Sicherheitskontrollen gehört zum Arbeitsalltag der FraCareService GmbH.

Am Donnerstag, 17. Januar, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann die FraCareS-Mitarbeiter besucht, um sich ein eigenes Bild von ihrem Berufsalltag zu machen. Bei FraCareS arbeiten Menschen aus über 50 Nationen, deren Sprachkenntnisse täglich benötigt werden. Etwa 65 Prozent von ihnen sind Frauen. Nur rund ein Drittel wohnt in Frankfurt; dementsprechend viele haben lange Pendelwege zur Arbeit. „Das sind Zahlen, die einerseits imponieren und belegen, dass Ihr Betrieb vielschichtig wie Frankfurt ist, und andererseits zeigen, dass wir Frankfurter unsere wirtschaftliche Stärke auch unserem Umland zu verdanken haben“, sagte der Oberbürgermeister.

„Unsere Gäste sind keine Gepäckstücke, sondern Menschen. Deshalb versuchen wir, ihnen den Transit so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir betreuen sie von der Maschine bis zum Parkplatz“, erklärt Betriebsratsvorsitzender Mehdi Schariflou. Bei hunderten Starts und Landungen am Tag und mindestens drei bis vier betreuungsbedürftigen Gästen pro Flug kommen auf diese Weise täglich bis zu 1000 Aufträge für die Mitarbeiter von FraCareS zusammen. „Unser bisheriger Rekord in einer Maschine liegt bei 126 Betreuungsgästen. Reisen bedeutet Selbstständigkeit. Darin möchten wir unsere Gäste unterstützen. Ein Kollege hat einmal gesagt: Ich laufe täglich rund 20 Kilometer, um meine Gäste von Frankfurt in die Welt zu schicken“, erläuterte Schariflou, weshalb seine Kollegen ihren Job gerne ausüben.

„Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl von Fluggästen, die unsere Hilfe am Flughafen Frankfurt in Anspruch nehmen. Dieses Jahr werden wir fast eine Million Betreuungsgäste bei FraCareS begrüßen. Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass die Einschränkung der eigenen Mobilität nicht mehr automatisch bedeutet, dass die Lust am Reisen eingeschränkt sein muss. Ganz sicher ist dies zu einem großen Teil der Verdienst unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden Tag engagiert und einfühlsam unseren Gästen Begleiter und Helfer zugleich sind. Dass dies für die Kollegen nicht nur ,irgendein Job‘ ist, das spüren unsere Gäste“, ergänzte Bärbel Töpfer, Geschäftsführerin von FraCareS.

Gemeinsam mit einigen Mitarbeitern von FraCareS machte sich das Stadtoberhaupt sodann auf den Weg zum Rollfeld, um den speziell geschulten Begleitpersonen bei ihrer Arbeit zu assistieren. Sichtlich beeindruckt sagte Feldmann hernach: „Alte und Behinderte sind die Schwächsten unter den Fluggästen. Ich denke, dass wir in unserer Gesellschaft daran gemessen werden, wie wir mit diesen Menschen umgehen. Daher ist FraCareS ein Aushängeschild unseres Flughafens! Denn wer von Ihnen betreut wird, ist in guten Händen. Ihre vielfältigen und oft auch anstrengenden Aufgaben verrichten Sie stets mit einem freundlichen Wort und einem Lächeln auf den Lippen. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken“.

FraCareS gehört zu 51 Prozent der Fraport AG und zu 49 Prozent der Lufthansa. Finanziert wird der nach Bestimmung der EU-Verordnung EG 1107/2006 angebotene Betreuungsservice über eine Abgabe, die jeder abfliegende Fluggast über den Ticketerwerb automatisch zahlen muss.

Weitere Informationen gibt es unter https://www.fracareservices.com im Internet. (ffm)