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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Oberbürgermeister Feldmann dankt Helfern, die sich am Weihnachtsgans-Essen für Obdachlose beteiligten

von Ilse Romahn

(04.02.2019) Wenn sich Prominente wie Uschi Glas, Tarek Al-Wazir oder Wolfgang Bosbach eine Schürze überstreifen und im Eiltempo Teller voller Gänsekeulen und Klößen durch den Ratskeller des Frankfurter Römers tragen, dann handelt es sich mit Sicherheit um das von Bernd Reisig und dessen Stiftung „Helfen helfen“ initiierte Weihnachtsgans-Essen für Obdachlose.

Die Trares-Betreiber Christian Weber und Christoher Crell zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Bernd Reisig
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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„Frankfurt ist eine tolle Stadt, die stetig wächst, denn immer mehr Menschen wollen hier leben. Es gibt hier aber auch Armut und Einsamkeit. Politik und Verwaltung handeln, um diesen Menschen zu helfen. Aber Frankfurt ist eine Stadt mit Bürgersinn, in der die Menschen die Dinge selbst in die Hand nehmen“, bedankte sich Oberbürgermeister Feldmann bei Bernd Reisig, welcher das Weihnachtsgans-Essen für Obdachlose im Jahr 2012 initiierte.

Während die prominenten Helfer stets am Tag nach der Veranstaltung in der Presse zu sehen sind, bleibt das Gros der Unterstützer ungenannt. „Um jenen, die im Hintergrund wirken, einmal danke zu sagen, sind wir heute hier. Denn ohne Sie wäre das Obdachlosenessen gar nicht möglich“, betonte Feldmann. Namentlich bedankte sich das Stadtoberhaupt bei Christian und Manuela Dressler von der Lohrberg-Schänke, die gemeinsam mit Jean Pierre Berlejung und Carlos Schönig von der wineBank das Essen zubereiten. Auch Bernd Kaffenberger von REWE, der die Lebensmittel zur Verfügung stellt, sowie Thomas Wissgott und Robert Jakob von der VGF, welche die jedes Jahr 650 Fahrscheine zu Verfügung stellt, damit die hilfsbedürftigen Menschen mit der Bahn zum Römer fahren können, gebührt Dank.

„Wir haben schon einmal ein Helfer-Essen veranstaltet. Leider klappt das nicht jedes Jahr. Aber diesmal hat uns Stefan Marquard vom Restaurant Trares eingeladen. Das finde ich eine sehr nette Geste“, sagt Bernd Reisig und zeigte sich seinerseits für die große Unterstützung seiner Charity-Aktionen erkenntlich. Denn egal ob prominent oder nicht: „Es ist schön zu sehen, dass unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit jeder mit anpackt. Die Leute schaffen richtig was weg. Da stellt sich niemand nur für ein Foto hin“, lobt Reisig den Fleiß seiner ehrenamtlichen Helfertruppe.

Dass das von ihm ersonnene Gänse-Essen im Römer inzwischen eine derartige Erfolgsgeschichte ist, habe er sich anfangs nicht erträumt. „Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits freue ich mich, wenn so viele Leute kommen, andererseits wäre es am besten, wenn gar keiner mehr kommen müsste“, spielt der Moderator und Manager auf die prekäre Situation vieler Obdachloser an. Die Stadt leiste sehr viel, um Obdachlosen und Menschen in Notlagen zu helfen. So lege auch der Oberbürgermeister großen Wert darauf, das Gänse-Essen für Obdachlose im Römer zu veranstalten. „Die Menschen glücklich zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie dazu gehören, ist jede Mühe wert“, sagt Reisig.

Am Donnerstag, 6. Dezember 2018, fand das traditionelle Gänseessen mit mehr als 500 Gästen bereits zum siebten Mal statt. Knapp zwei Monate später, am Freitag, 1. Februar, luden Initiator Bernd Reisig und Oberbürgermeister Peter Feldmann all jene Helfer und Unterstützter, die nicht täglich im Rampenlicht stehen, zu einem Dankes-Essen im Restaurant Trares ein. (ffm)