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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Oberbürgermeister Feldmann besucht Amtskollegen an der Bergstraße

von Ilse Romahn

(26.03.2019) „Nur gemeinsam sind wir stark. Als Metropolregion haben wir ein unglaubliches Potenzial – das müssen wir nutzen“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann, der am Montag, 25. März, den südlichsten Zipfel eben dieser Region besuchte. Auf Einladung von Holger Habich, Bürgermeister von Zwingenberg, reiste Feldmann zu einem Gedankenaustausch an die Bergstraße. Dort traf er neben Habich auch das Stadtoberhaupt von Heppenheim, Rainer Burelbach.

Oberbürgermeister Peter Feldmann mit seinen Kollegen Rainer Burelbach und Holger Habich
Foto: Stadt Frankfurt
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Auf der Agenda standen unter anderem die Themen Mobilität, Wohnen und Innovation. „Hierin haben die Kommunen im Kreis Bergstraße und die Stadt Frankfurt viele Schnittmengen“, stellte Feldmann fest. Schließlich pendelten viele Bergsträßer täglich zum Arbeiten nach Frankfurt. Daher ist eine ICE-Neubautrasse zwischen Mannheim und Frankfurt geplant, ebenso ein Fernradweg. Und vor dem Thema Wohnen könne, besonders im Hinblick auf die Preisentwicklung und den sozialen Wohnungsbau, niemand die Augen verschließen. „Während der Tage der Metropolregion 2015 und 2018 haben wir die heute besprochenen Themen als gemeinsame Handlungsfelder für die Zukunft festgelegt“, sagte Feldmann.

Bürgermeister Habich dankte Feldmann für dessen offenen Blick über Frankfurts Stadtgrenze hinaus. Dies allein sei schon bemerkenswert und ein großer Fortschritt im Dialog mit der Region. Habich betonte seinerseits die regionale Verflechtung, von welcher auch Frankfurt profitiere, denn es sei auf das Arbeitskräftepotential des Umlands angewiesen sowie umgekehrt die Region auf die wirtschaftliche Stärke der Großstadt. Beides befruchte sich gegenseitig.

Auch wirtschaftlich zeigen sich viele Parallelen zwischen Bergstraße und Mainmetropole: Mit Unternehmen wie BASF, SAP SI, Suzuki oder Langnese-Iglo ist die Wirtschaftsregion Bergstraße hervorragend aufgestellt. „Zudem ist sie Bindeglied zur Region Rhein-Neckar und seit Jahren Gesellschafter der FrankfurtRheinMain GmbH“, erklärte Feldmann.

„Um die Anbindung an den Großraum Frankfurt zu optimieren, bleibt das gemeinsame große Ziel, eine S-Bahn Verbindung an den Flughafen und die Stadt Frankfurt zu realisieren“, sagte Bürgermeister Rainer Burelbach.

Einen weiteren wichtigen Standortfaktor der Bergstraße stellt der Tourismus dar. Die Region ist reich an Natur und bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie die karolingische Königshalle des ehemaligen Klosters Lorsch oder das Auerbacher Schloss. „Die Bergstraße ist für uns Frankfurter ein beliebtes Naherholungsgebiet – ob für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub. Als Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt ist es mir ein großes Anliegen, den Menschen die Region nahezubringen und die Menschen in der Region zusammenzubringen. Seit 2016 nehme ich Bürger mit zu Exkursionen ins Umland. In der vergangenen Woche habe ich beispielweise mit den Mitgliedern des Seniorenbeirats den Rheingau besucht.“

Der Kreis Bergstraße ist Teil der Metropolregionen Frankfurt-Rhein-Main und Rhein-Neckar. Ein Teil des Kreises liegt im Odenwald, der andere befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene. Namensgebend ist die Bergstraße, eine touristische Route, die von Darmstadt nach Wiesloch in Baden-Württemberg führt.

Der Kreis grenzt an die hessischen Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis, an den Rhein-Neckar-Kreis und an den Stadtkreis Mannheim, beide in Baden-Württemberg, sowie an den Rhein-Pfalz-Kreis, die kreisfreie Stadt Worms und den Landkreis Alzey-Worms. Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Bergstraße Platz 101 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“. (ffm)