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Letzte Aktualisierung: 14.12.2018

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Noch ganz klein – schon brandverletzt

Kinderchirurgen des Klinikums F-Höchst und Sanitätshaus Pauli informieren zum Tag des brandverletzten Kindes am 7. Dezember

von Ilse Romahn

(03.12.2018) Kinder unter fünf Jahren zählen zur Hauptrisikogruppe bei thermischen Verletzungen. Hauptunfallursachen sind neben Verbrühungen, beispielsweise mit einer heißen Tasse Tee, auch Kontaktverbrennungen an heißen Oberflächen. Viele Unfälle ließen sich jedoch präventiv verhindern.

„Noch ganz klein – schon brandverletzt“ lautet das Motto des diesjährigen, neunten Tages des brandverletzten Kindes, bei dem mit verschiedenen Aktionen vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Säuglingen, Neugeborenen und Kleinkindern aufmerksam gemacht und so die Eltern frühzeitig auf mögliche Gefahrenquellen und Prävention hingewiesen werden sollen. Auch das Verbrennungsteam der Klinik für Kinderchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst unter Leitung von Chefärztin Dr. med. Alexandra Weltzien und das Sanitätshaus Pauli beteiligen sich am Freitag, 7. Dezember 2018, wieder mit einem Informationsstand in der kinderchirurgischen Ambulanz (Gebäude A, EG) des Klinikums an dem bundesweiten Aktionstag. Von 10 Uhr bis 16 Uhr können sich Interessierte kostenfrei beraten lassen. Ab 14 Uhr wird die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Frankfurt am Main-Höchst mit einem Löschzug vor Ort sein, der bei Interesse besichtigt werden kann.

Das Verbrennungsteam der Kinderchirurgie besteht aus speziell geschulten Ärzten und Kinderkrankenschwestern. In der Nachbehandlung spielt ein spezialisiertes Sanitätshaus eine wichtige Rolle. Kompressionswäsche oder andere Hilfsmittel werden bei Bedarf in enger Zusammenarbeit angepasst und kontrolliert. Dadurch bietet die Klinik von der Notfallversorgung bis zur ambulanten oder ggf. stationären Versorgung alle modernen Verfahren an. „Besonders die kindgerechte Betreuung durch unser Ärzte- und Pflegeteam liegt uns am Herzen. Denn auch wenn wir die Verletzung nicht rückgängig machen können, möchten wir zumindest den Kindern und ihren Eltern die Behandlung so wenig belastend wie möglich gestalten“, unterstreicht Oberarzt Dr. med. Jorge Weber vom Verbrennungsteam.

Ein wichtiges Thema in der Verbrennungssprechstunde ist die Schmerzbehandlung. Hier findet die Narbenbeurteilung und ggf. die entsprechende Nachbehandlung unter Einbindung der Eltern statt. So bleiben die verletzten Kinder konstant in der Hand der Spezialisten.

Über den „Tag des brandverletzten Kindes“
Der „Tag des brandverletzten Kindes“ zielt unter dem Motto „Kinderhände weg von heißen Flächen“ darauf ab, den Eltern Maßnahmen an die Hand zu geben, wie sie ihre Kinder vor diesen folgenschweren Unfällen schützen können  bekommen. Initiator und Ausrichter ist „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder“. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Alle Aktionen und Veranstaltungen zum 7. Dezember werden im Aktionskalender unter www.tag-des-brandverletzten-kindes.de veröffentlicht.
 
In der Klinik für Kinderchirurgie  werden operativ zu versorgende Krankheiten von Früh-, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen durch speziell hierfür ausgebildete Chirurgen, die Kinderchirurgen, durchgeführt. Im Rahmen des Interdisziplinären pädiatrischen Zentrums erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendmedizin, Kinderurologie, Kinderorthopädie, Kinder- und Jugendgynäkologie sowie den Kliniken für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Neurochirurgie und dem Sozialpädiatrischen Zentrum. Die Kinderchirurgie bildet zusammen mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Geburtshilfe zudem eines der größten Perinatalzentren Hessens für die Betreuung von Risikogeburten einschließlich extrem kleiner Frühgeborener und Neugeborener mit schweren Fehlbildungen vor und nach der Geburt. Ziel ist eine kindgerechte, liebevolle und medizinisch umfassende Behandlung der kranken Kinder und Jugendlichen.