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Letzte Aktualisierung: 13.11.2018

Neubau der Feuerwache Bad Soden nimmt konkrete Formen an

Preisträger sind gefunden

von Adolf Albus

(28.06.2018) Der Hörsaal der Feuerwache in der Hunsrückstraße war am vergangenen Samstagvormittag gut gefüllt, denn viele interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zum geplanten Neubau der Feuerwache auf dem ehemaligen Süwag-Gelände zu bekommen.

Neben Bürgermeister Dr. Frank Blasch standen Fachbereichsleiter Bauen und Entwickeln, Michael Serba, Stadtbrandinspektor Nick-Oliver Kromer sowie dessen Stellvertreter Thomas Velten und Abteilungsleiterin Gebäude und Liegenschaften, Dorothea Reidel, als Ansprechpartner zur Verfügung. Das Interesse an diesem Projekt ist nicht verwunderlich, denn es wird die größte Baumaßnahme der vergangenen Jahrzehnte in Bad Soden am Taunus werden.


Weil die Gebäude der Feuerwache in der Hunsrückstraße inzwischen rund 50 Jahre alt sind und die räumlichen Kapazitäten durch immer größer werdende Einsatzfahrzeuge, gestiegene rechtliche Anforderungen und mehr Gerätschaften an ihre Grenzen stoßen, beschäftigt man sich innerhalb der Stadtverwaltung seit nunmehr fast zehn Jahren damit, hier Abhilfe zu schaffen. Als sich im Jahr 2016 die Gelegenheit bot, das ehemalige Süwag-Gelände an der Königsteiner Straße anzukaufen, gaben die Stadtverordneten im Hinblick darauf, hier eine neue Feuerwache bauen zu können, grünes Licht.

Dieser Entscheidung vorangegangen waren zahlreiche Bedarfs-, Machbarkeits- und Standortanalysen, die zu dem Ergebnis gekommen waren, dass eine Sanierung der bereits bestehenden Feuerwache-Gebäude in der Hunsrückstraße nicht möglich ist und ein Neubau auf dem Areal des Bau- und Betriebshofes weder sinnvoll noch wirtschaftlich wäre und keine nachhaltige Lösung brächte. Auch im Hinblick auf die gesetzlich vorgeschriebene Hilfeleistungsfrist nach der die Einsatzkräfte binnen zehn Minuten nach Anruf in der Hofheimer Leitstelle am Einsatzort sein müssen, kristallisierte sich das ehemalige Süwag-Gelände durch seine zentrale Lage vor anderen möglichen Standortvarianten im Stadtgebiet als idealer Feuerwehr-Stützpunkt heraus.

Nachdem die Stadtverordneten im vergangenen Jahr die Grundlagen für den Planungswettbewerb verabschiedet hatten, beschloss der Magistrat die Vergabe der Projektsteuerung. Nach einer europaweiten Ausschreibung des Projekts wurden 25 Planungsbüros zu einem Architekten-Wettbewerb zugelassen. 19 davon haben ihre Pläne und Modelle für den Neubau der Feuerwache eingereicht.

Am vergangenen Montag entschied ein Preisgericht aus Sach- und Fachpreisrichtern unter Einbindung der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung über die ersten drei Preisträger, mit denen die Verwaltung Verhandlungsgespräche führen wird. Darüber hinaus wurden auch zwei Anerkennungspreise vergeben. Anschließend hat die Stadtverordnetenversammlung darüber zu entscheiden, welcher Entwurf zur Ausführung kommen soll. Danach erfolgt die Aufstellung eines Bebauungsplans für das ehemalige Süwag-Gelände und erst nachdem dieser Bebauungsplan rechtskräftig wird, kann es mit dem Neubau der Feuerwache losgehen.