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Letzte Aktualisierung: 24.05.2019

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Nationale Industriestrategie 2030

Technologieoffenheit und gesellschaftlicher Rückhalt bereiten Weg zur Industrie der Zukunft

von Ilse Romahn

(13.05.2019) Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat mit Blick auf einen Kongress zur „Nationalen Industriestrategie 2030“ im Bundeswirtschaftsministerium auf die zentrale Bedeutung von Innovationen für den Industriestandort Deutschland hingewiesen.

VCI-Präsidiumsmitglied Markus Steilemann unterstreicht, dass die Politik dafür einen Orientierungsrahmen mit politischen Zielen setzen, jedoch keine Technologien zur Erreichung der Ziele vorgeben solle. „Technologieoffenheit ist der Schlüssel für die kreativsten Lösungen und bestmögliche Forschung. Der Staat sollte aufzeigen, wohin die Reise für die Gesellschaft gehen soll, während sich die Industrie darum kümmert, wie und womit sie dann ans Ziel kommt“, so der Vorstandsvorsitzende des Werkstoffherstellers Covestro.

Steilemann ist davon überzeugt, dass die Industrie der Zukunft ohne eine umfassende gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen und neue Technologien nicht bestehen kann. Zu guter Industriepolitik gehöre daher ein breiter gesellschaftlicher Dialog. Die tatsächlichen Vor- und Nachteile von Ideen und neuen Technologien müssten ehrlich und faktenorientiert diskutiert werden.

Insgesamt spricht sich Steilemann für eine Industriestrategie aus, die sich darauf konzentriert, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu setzen: „Wir brauchen langfristige Planungssicherheit und dafür ein abgestimmtes und geschlossenes Vorgehen der Regierung.“

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