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Letzte Aktualisierung: 22.07.2019

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Nacht der Museen: Gesundheit, Kunst und Kultur im Gesundheitsamt

von Ilse Romahn

(07.05.2019) Mehr als 40 Ausstellungshäuser und Institutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn bieten am Samstag, 11. Mai, im Rahmen der Nacht der Museen 2019 ein vielseitiges Kulturprogramm. Führungen, Performances, Live-Musik, Filmprojektionen und Lesungen in außergewöhnlicher Atmosphäre tragen zu einem facettenreichen Kunsterlebnis bei.

Kunstwerk 'Sturm erprobt' von Charles Schrader, Exponat der Fotoausstellung 'Frankfurt'
Foto: Stadt Frankfurt / Charles Schrader
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In diesem Jahr lädt erstmals auch das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt anlässlich der Nacht der Museen von 19 Uhr bis 2 Uhr alle Gäste der Nacht zu einem abwechslungsreichen Programm – bestehend aus Ausstellungen, Lesungen, Fotokunst und Comedy – ein.

Wie vortrefflich sich Gesundheit, Kunst und Kultur miteinander verbinden lassen, zeigt unter anderem die Ausstellung des in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders sehr bekannten Grafikers Carolus Horn, der im letzten Jahrzehnt seines Schaffens an der Alzheimerschen Krankheit litt. „Wie aus Wolken Spiegeleier werden“ vermittelt einen sehr anschaulichen Eindruck davon, wie sich für den Alzheimer-Patienten die Welt verändert. Die im Gesundheitsamt ausgestellten Werke sind aber nicht nur Zeugnisse des geistigen Verfalls, sie machen auch Mut, denn sie zeigen, wie Malerei Patienten auch im späten Stadium ihrer Krankheit Halt geben kann.

Der Mikrobiologe Prof. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen (HFU) liest aus seinem Buch: „Ein Keim kommt selten allein: Wie Mikroben unser Leben bestimmen und wir uns vor ihnen schützen“. Stehen wir bereits mit einem Bein im Grab, wenn das Desinfektionsspray nicht stets griffbereit ist? Deutschlands führender Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene kennt die Antwort auf diese und viele weitere Fragen – und erklärt anschaulich und mit viel Witz.

In der Talkrunde „Trotzdem JA zum Leben sagen“ setzen sich Badesalz Urgestein Henni Nachtsheim (Schirmherr des Bündnis gegen Depression) und Altkanzlersohn Walter Kohl (Schirmherr des Frankfurter Netzwerks für Suizidprävention) dafür ein, das Thema Suizid aus der Tabuzone zu holen. Informationen und Beratung zum Thema Suizidprävention gibt es an den Infoständen des Bündnis gegen Depression und des Frankfurter Netzwerks für Suizidprävention.

Neben vielen weiteren Informationen warten auch kurzweilige Live-Acts auf die nächtlichen Besucher der Breite Gasse 28. Henni Nachtsheim zeigt Szenen seines Comedy-Programms und eSteffanias Lichtfiguren verzaubern, strahlen und machen Spaß! Aus 3 Metern Höhe leuchten sie in der Dunkelheit, erzählen Geschichten von anderen Planeten und nehmen die Besucher mit auf eine ganz besondere Reise! Mit frecher verbaler Interaktion, ihrem Charme und kleinen Aufmerksamkeiten bringen sie die Herzen von Groß und Klein zum Lachen. Eine bleibende Erinnerung.

Für das leibliche Wohl der Besucher ist mit einer Auswahl von Fairtrade-Angeboten im Bistro des Gesundheitsamtes gesorgt. (ffm)