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Letzte Aktualisierung: 18.12.2017

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Mutti aus Italien will Tomatengeschmack der Deutschen erobern

Der Frankfurter Koch Mirko Reeh leistet Beistand

von: Karl-Heinz Stier

(22.11.2017) Frische Tomaten sind das Herz der mediterranen Küche. Kaum eine andere Frucht ist bei den Deutschen so beliebt wie Tomaten. Doch frische Tomaten haben in der Regel lange Transportwege hinter sich, werden oft unreif geerntet und reifen während des Exports nach. Um dem aus dem Weg zu gehen, verwenden Profi- und Hobbyköche passierte, stückige oder ganze Tomaten in Dosen, Tuben oder aus dem Glas.

Bildergalerie
Mutti-Unternehmer (li) und Koch Mirko Reeh schenken Tomatensuppe aus
Foto: Karl-Heinz Stier
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Mutti-Tomaten-Plantagen in Parma
Foto: Mutti-Unternehmen
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Hauptgerich: Mirko Reehs Pasta mit Tomatensoße und Hühnerfleisch
Foto: Karl-Heinz Stier
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In diese Marktlücke – auch für Privatverbraucher -  stößt  der italienische Tomatenproduzent Francesco Mutti. Er startet  eine große Initiative, um seine qualitativ hochwertigen Produkte in den deutschen Küchen bekannt zu machen. Unterstützung erhält der 49 Jahre  alte Unternehmer („die Qualität der Tomaten ‚Made in Italy‘ verpflichtet“) vom TV-Koch Mirko Reeh aus Frankfurt, der schon seit Jahren auf hochwertige Tomaten-Produkte aus der Dose, dem Glas und der Tube schwört: „Die konservierten Tomaten sind qualitativ erheblich besser und lassen sich schnell und unkompliziert verarbeiten“. Von der Anbau-Qualität der Tomaten von Mutti hat sich der Spitzenkoch in der Region Parma selbst ein Bild gemacht. In der Region Parma gibt es ideale klimatische Bedingungen für den Anbau sonnengereifter Tomaten: fruchtbare Böden, sonniges Klima und die richtige Menge Regen. Hier können die Tomaten ihren besonderen Geschmack entfalten.

Das Mutti-Unternehmen verarbeitet ausschließlich 100 Prozent sonnengereifte italienische Tomaten aus kontrolliertem Anbau. Wie Inhaber Mutti  weiter mitteilte, stammen sie aus den Plantagen der italienischen Vertragslandwirte - 700 an der Zahl. Ihre große Erfahrung sowie die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Produzenten ermöglichen, dass die Früchte am optimalen Reifepunkt, in der Zeit zwischen Juli und September, geerntet  und innerhalb eines Tages weiterverarbeitet werden. Durch das Erhitzen der Früchte wird beispielsweise Lycopin, das für die rote Farbe der Frucht verantwortlich ist, das Krebsrisiko senken und die Körperzellen stärken. Die Stiftung Warentest hat  festgestellt, dass 100 Gramm konservierte Tomaten bis zu 14 Milligramm Lycopin enthalten. Im Vergleich dazu enthalten die „frischen" Tomaten nur 5,8 Milligramm.

Ein weiterer Vorteil der Monate aus der Dose: die Früchte sind bereits geschält, in Stücke geschnitten und können daher von Koch-Fans sofort verarbeitet werden. Ebenso wie frische Früchte sind konservierte Tomaten kalorienarm. Mirko Reeh: „Im Gegensatz zu den Hobbyköchen verwenden Profi-Köche in deutschen Restaurants fast ausschließlich konservierte Tomaten. Die Produkte sind qualitativ erheblich besser und lassen sich schnell und unkompliziert verarbeiten“.

Das Mutti-Unternehmen wächst seit Jahrzehnten. Der Jahresumsatz im vergangenen Jahr lag bei 260 Millionen Euro. 33 Prozent des Umsatzes gehen in den Export. Im Heimatmarkt Italien hat das Unternehmen einen Marktanteil von 32,4 Prozent, in Frankreich ist Mutti Marktführer bei gestückelten Tomaten mit 16,6, Prozent. Auch in Schweden (14,7 Prozent) und Norwegen (16,9 Prozent) ist Mutti Spitzenreiter im Tomatenmarkt. Deutschland ist da mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent  noch Stiefkind. Zum Kernsortiment in Deutschland gehören die Polpa – feinstes Tomatenfruchtfleisch (fein gehackte Tomatenstückchen), passierte Tomaten, Tomatenmark zwei– und dreifach konzentriert sowie geschälte und ganze Tomaten. Vertreten ist die Marke bei Real, Rewe und Edeka. Um ihre Marktbekanntheit anzuheben, plant Mutti, in den nächsten zwölf Monaten eine Kommunikationskampagne.

Um die Journalisten bei der Presskonferenz von der Mutti-Tomaten-Qualität zu überzeugen, servierte Mirko Reeh ein Tomaten-Menü: eine Tomatensuppe mit Garnelen, eine Pasta mit Tomatenmark-Soße und Hühnerfleisch und ein Tomaten-Sorbet mit Tonga-Bohnen.