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Letzte Aktualisierung: 10.12.2018

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Musikmesse und Prolight + Sound 2018

Von analog bis digital

von Iris G. Schmidt

(16.04.2018) In den vergangenen Tagen war Frankfurt am Main wieder Treffpunkt der Musik- und Eventbranche in beeindruckender Vielfalt - das Beste aus zwei Welten in engerer Verbindung und größerem Fokus auf den fachlichen Austausch als bisher.

Bildergalerie
Pianoplayer of the Year - Ulrich Tukor
Foto: Iris G. Schmidt
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Von Host Chris Brow, Yamaha Late Night Show, zur eingeladenen Talkrunde "Frontfreuen"
Foto: Iris G. Schmidt
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Die Medientechnikbranche überraschte mit brandaktuellen Präsentationsoptionen und Live-Demonstrationen auf dem Freigelände. Neue Konzepte und gebündelte Kräfte in den Bereichen Audio, DJ & Recording für Unternehmer und Besucher überzeugten. Highlights, um nur einige wenige zu nennen: das Grand Finale des 8. Internationalen Deutschen Pianistenpreises, die Verleihung des Frankfurter Musikpreises 2018 in der Frankfurter Paulskirche, Verleihung des Deutschen Musikinstrumentenpreises, Opus - Deutscher Bühnenpreis, Live Entertainment Award, der Europäische Schulmusikpreis, weitgefächerter Wissenstransfer, ganz im Zeichen von Produktinnovationen und der Förderung des musikalischen Nachwuchses, Fachtagungen etc.

Über 1.800 Aussteller aus 56 Ländern zeigten unter dem Motto "Begeisterung wecken, Wissen vermitteln, Talente voranbringen" auch einen umfassenden Produktüberblick wie keine andere europäische Veranstaltung es für sich in Anspruch nehmen könnte.

Trotz großem Interesse für die Musik generell und die damit verbundenen Events sowie Konzerte in kaum zu überbietender Mannigfaltigkeit war zwangsläufig doch festzustellen, dass sich die Branche im Zuge der Digitalisierung drastisch verändert hat. Industrie-Experten gaben einen Ausblick auf die Zukunft der sich rasant entwickelnden Musikbranche , vermittelten z.B. einen Einblick über Sortierungs-Verbreitungs und Verarbeitungs-Methoden von täglich ca. 20.000 eingehenden neuen Musiktiteln, erfolgreich angewandte Musiktherapien und dem Sprungbrett für noch unbekannte Talente zum Durchbruch. Trotzdem bleibt Frankfurt Rhein-Main Kreativ-Standort lt. Aussage von Detlef Braun, dem Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Um den Radius der Darbietungen vom Messegelände aus zu erweitern, boten sich rund 60 Events an über 30 Frankfurts Top-Locations und öffentlichen Plätzen.

Mit eigens entwickelten Apps können Musiker z.B. das Lernen und Üben individuell gestalten sowie ihre Instrumente mit zusätzlichen Sounds erweitern. Von traditionell handgefertigten Einzelstücken zeigen diverse Ausstellungen legendärer Modell-Entwicklungen sowie europäische Premium-Manufakturen und deren jahrhundertealte Handwerkskunst der Klavier- und Flügelherstellung. Eine Entdeckungsreise schlechthin für Musikbegeisterte aller Altersklassen. Schon wissbegierige Kids im Kindergartenalter konnten nach Lust und Laune an Instrumenten ihres Interesses "herumprobieren", was wohl in dem einen oder anderen Fall den Wunsch zum selber musizieren geweckt hat. Auch der aus den Medien bekannte und beliebte Schauspieler und Autor, Ulrich Tukur, der mit dem Musikpreis für den besten Klavierspieler geehrt wurde, setzte sich motivierend dafür ein, dass man gar nicht früh genug beginnen könne, mit dem Musizieren anzufangen. Außerdem wirke sich diese "Beschäftigung" auch in späteren Jahren gewinnbringend aus, indem sie über schwierige Zeiten hinweghilft und negativ beeinträchtigende Stimmungen hebt, so Tukur.

Auf der Bühne der Late Night Show diskutierten junge Berufsmusikerinnen drüber, warum es in einigen Bereichen der professionellen Musikbranche weniger weibliche als männliche Frontleute gibt.

Die Synergien zwischen Musikmesse und Prolight + Sound waren somit ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zusammenlegung beider Segmente mit positiver Wechselwirkung für beide ineinander übergreifender Bereiche.