Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

Werbung
Werbung

MUSIKFEST Eroica – Musik als Bekenntnis FOKUS Nicolas Altstaedt

von Ilse Romahn

(24.09.2019) Der Cellist Nicolas Altstaedt ist bekannt für seine stete Suche nach dem Wahrhaftigen nicht nur in der Kunst. Altstaedt ist sich dabei seiner Vorbildfunktion als Künstler bewusst und bezieht gerne Stellung.

Bildergalerie
Michael Sanderling
Foto: Marco Borggreve
***
Nicolas Altstaedt
Foto: Marco Borggreve
***

Er spielte gegen den Brexit und setzt sich für den Klimaschutz ein, denn „jeder Mensch trägt Verantwortung nicht nur für sein Leben, sondern auch für den Lebensraum, den er beansprucht“. Altstaedt, in dieser Spielzeit mit vier Terminen Fokus-Künstler der Alten Oper, übernimmt im Konzert des SWR Symphonieorchesters am Donnerstag, 26. September 2019, von 20 Uhr an den Solopart in Dmitri Schostakowitsch zweitem Cellokonzert, dessen sarkastische, dunkle Grundfärbung von den Entstehungsbedingungen unter Breschnews Repressionspolitik Zeugnis ablegt.

Von „durchdringendem Schmerz in einer beinahe Mahlerschen Dichte“ sprach Widmungsträger Mstislaw Rostropowitsch in Bezug auf das Werk – dem das SWR Symphonieorchester dann tatsächlich einen „schmerzhaften Mahler“ in Gestalt der Fragment gebliebenen zehnten Sinfonie gegenüberstellt.

Komplettiert wird das Programm durch Anton Weberns spätromantisch gefärbte „Idylle für großes Orchester“ „Im Sommerwind“ von 1904 sowie Henri Dutilleuxs „Trois Strophes sur le nom de Sacher“ für Violoncello solo, das statt des ursprünglich vorgesehenen Orchesterstücks „Stele“ von György Kurtág ins Programm aufgenommen wurde.

Hinweis: Wie berichtet, musste Teodor Currentzis seine Mitwirkung bei den Konzerten des SWR Symphonieorchesters in den kommenden zwei Wochen aus gesundheitlichen Gründen leider absagen. Dankenswerterweise hat sich Michael Sanderling bereit erklärt, einzuspringen. Das Programm bleibt bis auf den Entfall von Kurtágs „Stele“ und die Ergänzung um Dutilleuxs „Trois Trophes sur le nom de Sacher“ unverändert.

Im Anschluss an das Konzert ist das Publikum ins Albert Mangelsdorff Foyer eingeladen, wo sich Nicolas Altstaedt an der Bar den Fragen von Moderator Konrad Kuhn stellt. Verbunden mit dem Künstlergespräch ist ein Nach(t)konzert, bei dem Christian Hommel das Werk „iv5“ für Oboe solo von Mark Andre interpretiert, dem das Musikfest eine kleine Reihe widmet. 

Gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain 

Mit freundlicher Unterstützung von Lupus alpha 

Abonnement Orchesterkonzerte, Jugendabo 

€ 29,- / 39,- / 52,- / 62,- / 79,- (Endpreise)  Eintritt zum Nach(t)konzert und Talk an der Bar frei
Tickethotline: (069)1340400 ▪ www.alteoper.de