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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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MUSIKFEST Eroica – Fokus Nicolas Altstaedt am 26. September

von Ilse Romahn

(20.09.2019) Gelungener Einstand: Seit Teodor Currentzis im vergangenen September sein Amt als Chefdirigent des SWR Symphonieorchester antrat, werden der gebürtige Grieche und das neu fusionierte Orchester von Presse und Publikum für maßstabsetzende Interpretationen gefeiert.

Bildergalerie
Nicolas Altstaedt
Foto: Marco Borggreve
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Teodor Currentzis
Foto: Nadia Roenberg
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Dass Currentzis, der in der Spielzeit 2017/18 der Alten Oper einen erfolgreichen Fokus-Schwerpunkt gestaltete, den Frankfurter Antrittsbesuch mit seinem noch neuen Orchester im Rahmen des Musikfests „Eroica – Musik als Bekenntnis“ abhält, passt zur Vita und zur Haltung des Dirigenten. „Es geht um Ehrlichkeit, um nichts sonst“, erläuterte Currentzis einmal seine Haltung, die den eigenen Zugang zu Werken wie auch seine Arbeit mit dem Orchester betrifft. „Musik als Bekenntnis“ steht dementsprechend gleichsam als Motto über dem Konzert am Donnerstag, 26. September 2019, von 20.00 Uhr an im Großen Saal der Alten Oper, bei dem die Musiker*innen und der Dirigent auf dem Podium auf einen weiteren Künstler mit Haltung treffen. 

Der Cellist Nicolas Altstaedt ist bekannt für seine stete Suche nach dem Wahrhaftigen nicht nur in der Kunst. Altstaedt ist sich dabei seiner Vorbildfunktion als Künstler bewusst und bezieht gerne Stellung. Er spielte gegen den Brexit und setzt sich für den Klimaschutz ein, denn „jeder Mensch trägt Verantwortung nicht nur für sein Leben, sondern auch für den Lebensraum, den er beansprucht“. Altstaedt, in dieser Spielzeit mit vier Terminen FokusKünstler der Alten Oper, übernimmt im Konzert des SWR Symphonieorchesters den Solopart in Dmitri Schostakowitsch zweitem Cellokonzert, dessen sarkastische, dunkle Grundfärbung von den Entstehungsbedingungen unter Breschnews Repressionspolitik Zeugnis ablegt. Von „durchdringendem Schmerz in einer beinahe Mahlerschen Dichte“ sprach Widmungsträger Mstislaw Rostropowitsch in Bezug auf das Werk – dem das SWR Symphonieorchester dann tatsächlich einen „schmerzhaften Mahler“ in Gestalt der Fragment gebliebenen zehnten Sinfonie gegenüberstellt. Komplettiert wird das Programm durch György Kurtágs dreiteiliges Orchesterstück „Stele“ von 1994 und Anton Weberns spätromantisch gefärbte „Idylle für großes Orchester“ „Im Sommerwind“ von 1904.

Im Anschluss an das Konzert ist das Publikum ins Albert Mangelsdorff Foyer eingeladen, wo Teodor Currentzis und Nicolas Altstaedt sich im Gespräch an der Bar den Fragen von Moderator Konrad Kuhn stellen. Verbunden mit dem Künstlergespräch ist ein Nach(t)konzert, bei dem Christian Hommel das Werk „iv5“ für Oboe solo von Mark Andre interpretiert, dem das Musikfest eine kleine Reihe widmet. 

Gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain 

Mit freundlicher Unterstützung von Lupus alpha 

Abonnement Orchesterkonzerte, Jugendabo

€ 29,- / 39,- / 52,- / 62,- / 79,- (Endpreise)  Eintritt zum Nach(t)konzert und Talk an der Bar frei
Tickethotline: (069)1340400 ▪ www.alteoper.de