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Letzte Aktualisierung: 23.07.2019

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Mit Sprache das europäische Fundament bauen

von Helmut Poppe

(16.05.2019) Kultusminister Lorz diskutiert in Brüssel über die Bedeutung von sprachlicher Bildung und Sprachförderung für den schulischen Erfolg

Bild v.l.n.r.: Szabolcs Horvath (Mitglied des Kabinetts des Kommissars für Bildung, Kultur, Jugend und Sport), Cosmin Boiangiu (Botschafter und Stellvertretender Ständiger Vertreter Rumäniens bei der EU), Martina Goßmann (Hessische Lehrkräfteakademie), Prof. Dr. R. Alexander Lorz (Hessischer Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz), Andreas Meyer-Feist (Moderator, Hessischer Rundfunk) und Prof. Dr. Giulio Pagonis (Universität Heidelberg).
Foto: HKM
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„Welche Bedeutung hat Sprache und Mehrsprachigkeit für den schulischen Erfolg?“ – darüber hat Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz gestern Abend mit dem Botschafter und Stellvertretenden Ständigen Vertreter Rumäniens bei der EU, Cosmin Boiangiu, dem Kabinettsmitglied des Kommissars für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Szabolcs Horvath, sowie dem Bildungsexperten Prof. Dr. Giulio Pagonis (Universität Heidelberg) in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel diskutiert. Dabei betonte er: „Einschlägige Bildungsstudien wie PISA bestätigen, dass bildungssprachliche Kompetenzen eine entscheidende Rolle beim Schulerfolg unserer Schülerinnen und Schüler spielen. Wir verstehen die Bildungssprache als durchgängige Aufgabe in allen schulischen Etappen und stärken sie über alle Fächer und Schulformen hinweg.“

Als Präsident der Kultusministerkonferenz habe er die Sprachförderung deshalb zu seinem Jahresthema gemacht und stehe mit den übrigen Mitgliedsstaaten in regem Austausch über Erfolgsvoraussetzungen für eine gelingende sprachliche Bildung und Sprachförderung: „Beim Austausch auf europäischer Ebene können wir nicht nur viele gute Ansätze aus anderen Ländern kennenlernen, sondern ihnen auch eigene gelungene Konzepte und Ideen zur Sprachförderung näherbringen“, so Lorz. Hauptziel sei es, durch wissenschaftliche Beiträge und praktische Erfahrungswerte Anregungen zur systematischen Stärkung der bildungssprachlichen Kompetenzen aller Schülerinnen und Schüler für den Sprach- und Fachunterricht zu gewinnen und dadurch zur Förderung eines Sprachverständnisses über Hessen und Deutschland hinaus beizutragen.

„Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe an unserer Gesellschaft – national wie auf europäischer Ebene. Mit unseren Konzepten tragen wir nicht nur zu mehr Gerechtigkeit im Bildungssystem bei, sondern bauen Stück für Stück eine echte europäische Öffentlichkeit. Wenn davon auch noch unsere junge Generation profitiert, freut mich das natürlich umso mehr“, hielt der Minister abschließend fest.