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Letzte Aktualisierung: 11.12.2018

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Mehr kulturelle Autonomie für Tibet

von Ilse Romahn

(15.05.2018) Bürgermeister Uwe Becker nimmt Dank der Tibetischen Exilregierung entgegen und betont Solidarität mit dem tibetischen Volk.

Uwe Becker mit Puntsok Tsering Duechung und Dr. Lobsang Sangay im Tibethaus
Foto: Stadt Frankfurt am Main
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Auf Einladung des Tibethauses und des Vereins der Tibeter in Deutschland hat Bürgermeister Uwe Becker den Dank der tibetischen Exilregierung für die Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main bei der Realisierung des neuen Tibethauses in Frankfurt entgegen genommen.

Der Präsident der Tibetischen Exilregierung, Lobsang Sangay, betonte in seinen Worten die besondere Rolle Deutschlands und gerade auch die Unterstützung der Stadt Frankfurt bei der Förderung der tibetischen Kultur. Bürgermeister Becker betonte in seiner Rede die engen Beziehungen der Stadt Frankfurt am Main zum Tibethaus, „das als Schaufenster tibetischer Kultur, als kulturelles Zentrum und auch als Brückenkopf nach Tibet eine besonders wichtige Rolle spielt“, sagte Becker.

„Das Tibethaus zeigt mit seinen zahlreichen Aktivitäten die Vielfalt und den Reichtum der tibetischen Kultur und macht die Menschen neugierig. Gleichzeitig ist das Tibethaus ein wichtiger Partner im interreligiösen Dialog der Stadt und somit auch ein besonderer Ort des gesellschaftlichen Miteinanders in der Stadt“, erklärte Becker.

Gleichzeitig betonte Bürgermeister Uwe Becker, dass er dem tibetischen Volk größere Freiheiten wünsche. „Über sechs Jahrzehnte Exil sind 60 Jahre zu viel. Es ist an der Zeit, dass bei aller staatlichen Souveränität Chinas, in die Tibet auch weiterhin eingebunden sein wird, es ein Mehr an kultureller und politischer Autonomie geben muss. Auch wenn viele bei uns in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, sehnen sich die Menschen doch nach dem Land der eigenen Wurzeln. Ich wünsche China die notwendige Kraft und Stärke, um den Tibetern mehr Freiheit zur Ausgestaltung ihrer kulturellen Identität in Tibet zu geben“, erklärte Becker.

„Wir sind stolz darauf, dass mit dem Tibethaus das Zentrum der Tibetischen Kultur in Europa in unserer Stadt seinen dauerhaften Sitz genommen hat und werden auch weiterhin als Stadt ein engagierter Partner sein“, betonte der Bürgermeister auch gegenüber dem geschäftsführenden Vorstand des Tibethauses, Herrn Puntsok Tsering Duechung.