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Letzte Aktualisierung: 22.01.2019

Mehr für Frieden einsetzen. Neujahrsbotschaft von Stellvertretender Kirchenpräsidentin Scherf

von Ilse Romahn

(02.01.2019) „Mehr Mut, sich für den Frieden einzusetzen“ - das ist nach Worten der Stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf, eine der wichtigsten Herausforderungen für das kommende Jahr.

Die Sehnsucht nach Frieden begleite Menschen seit jeher, schreibt Scherf in ihrer Neujahrsbotschaft für 2019. Friede sei dabei nicht einfach die Abwesenheit von Krieg, so Scherf. Der biblische Begriff für Frieden, „Schalom“, verbinde sich immer mit der Hoffnung auf eine gerechtere Welt.

Zugleich sei klar, dass Frieden nicht einfach „geschieht“, so Scherf. Frieden brauche „Menschen, die ihn weitertragen“ Dies könnten sie etwa als Vermittlerin in einer Beziehungskrise, als Streitschlichter auf dem Schulhof oder als zivile Friedenskraft in einer der Kriegsregionen der Welt. Um Frieden zu schaffen sei neben „Menschenkraft“ aber gleichzeitig auch das Vertrauen auf Gott wichtig, das stärke und ermutige.

Scherf: „Frieden hat immer etwas mit mir zu tun. Mit dem Vertrauen, dass ich nicht schon immer Verteidigungsstrategien bereit liegen haben muss. Sondern anderen Menschen offen begegnen kann. Mit der Hoffnung, dass Verständigung und Versöhnung gelingen. Mit dem Vertrauen, dass wir Menschen Frieden mit uns selbst und mit anderen suchen und finden können.“

Hintergrund: Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf ging bei ihrer Neujahrsbotschaft von der Jahreslosung aus, die in der evangelischen Kirche traditionell dem neuen Jahr jeweils als Motto vorangestellt wird. Für das Jahr 2019 stammt sie aus Psalm 34, Vers 15: „Suche Frieden und jage ihm nach!“

Der Wortlaut der Neujahrsbotschaft ist auch online abrufbar auf der Internetseite der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau unter www.ekhn.de