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Letzte Aktualisierung: 17.09.2019

Langjährige Wahlhelfer gewürdigt

Stadtrat Schneider und stv. Stadtverordnetenvorsteherin Pfreundschuh heben Bedeutung des Ehrenamts hervor

von Ilse Romahn

(20.05.2019) Ehrenamtliche Helfer sind für Wahlen unverzichtbar. Viele Frankfurter leisten schon seit vielen Jahren Dienst in den Wahlvorständen. Rund 150 von ihnen haben der für Wahlen zuständige Stadtrat Jan Schneider und die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Erika Pfreundschuh mit einem Empfang im Stadthaus am Dom geehrt.

Empfang für ehrenamtliche Wahlhelfer: Stadtrat Jan Schneider, Anna Gräuler, Diana Nicole Wrobel, Lieselotte Bollbach, Sandro Iglesias Rodriguez, Frank Weiser, stellv. Stadtverordnetenvorsteherin Erika Pfreundschuh
Foto: Stadt Frankfurt / Holger Menzel
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„Ohne ehrenamtliche Hilfe könnten Wahlen nicht durchgeführt werden“, sagte Schneider. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben schon viele Sonntage in den Dienst der Demokratie gestellt und sind auch bei der Europawahl am 26. Mai wieder dabei. Für diesen nicht selbstverständlichen Einsatz möchte ich mich bedanken.“ Bei jeder Wahl werden in den 373 Wahllokalen und in den 117 Briefwahlbezirken mehr als 4000 Personen für die Besetzung der Wahlvorstände benötigt. „Demokratie lebt vom Mitmachen“, sagte Pfreundschuh zu den langjährigen Wahlhelfern. „Sie verschenken das Wertvollste, das Sie haben: Ihre Zeit.“ Die Stadt Frankfurt dankte ihnen dafür mit einer Anstecknadel und einer Urkunde.

Die Geehrten stammen aus allen Altersgruppen. Lieselotte Bollbach zum Beispiel ist 80 Jahre alt und hat schon bei rund 60 Wahlen mitgemacht. „Ich bin mit der Politik groß geworden“, sagt die Praunheimerin. „Wenn man einmal als Wahlhelferin dabei ist, dann macht man es immer wieder. Wir haben im Wahllokal stets eine gute Stimmung.“ Diana Wrobel hingegen ist erst 30 Jahre alt, hat aber auch schon bei mehreren Wahlen mitgemacht. Bei ihrem ersten Einsatz vor zwölf Jahren war sie gerade einmal selbst wahlberechtigt geworden. Für die Griesheimerin, die viele weitere Ehrenämter ausübt, ist der Dienst an Wahltagen mittlerweile zu einer routinierten Gewohnheit geworden.

„Es ist ein wesentliches Merkmal unserer Wahlen, dass sie nicht ausschließlich von Behördenbediensteten, sondern unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden“, sagte Schneider. „Uns ist es wichtig, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglichst gut bei ihrer Tätigkeit unterstützt werden.“ In diesem Jahr wird den Wahlvorstehern die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen vor der Europawahl erleichtert. Es wurden verschiedene Videoclips produziert, in denen die Ergebnisermittlung anschaulich erklärt wird und die die Mitglieder der Wahlvorstände auch zu Hause ansehen können. Schneider betonte, dass die Stadt Frankfurt das ehrenamtliche Engagement besonders würdige und den Mitgliedern der Wahlvorstände eine Aufwandsentschädigung gewähre, die über den vom Bund empfohlenen Sätzen liegt.

Ein weiterer Empfang für langjährige Wahlhelfer ist für August vorgesehen. (ffm)