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Letzte Aktualisierung: 14.12.2018

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Kunst als historisches Subjekt / Winckelmanns ‚Geschichte der Kunst des Altertums‘

Vortrag von Prof. Dr. Elisabeth Décultot am 4. Dezember im Goethe-Haus

von Ilse Romahn

(29.11.2018) Die Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Elisabeth Décultot am Dienstag, 4. Dezember, im Arkadensaal des Goethe-Haus beginnt um 19.00 Uhr.

Mit der ‚Geschichte der Kunst des Altertums‘ (1764) wollte Johann Joachim Winckelmann (1717 – 1768) ein bahnbrechendes Buch vorlegen. In der Vorrede seines Werks rügte er die Autoren, die vor ihm auf den Namen einer Geschichte der Kunst zurückgegriffen oder diesen Titel auch nur frei variiert hatten. Ihm zufolge habe erst sein Werk Anspruch auf diesen Namen erworben, weil es als einziges sowohl dem Begriff der Geschichte als auch jenem der Kunst wahrhaft gerecht geworden sei. In der Geschichte der Geschichtsschreibung nimmt jedoch Winckelmanns Werk eine ambivalente Stelle ein. Seine Geschichte der Kunst wird zwar regelmäßig als Gründungsdokument der Kunstgeschichte angeführt, jedoch nie ohne den Hinweis auf ihre eigentlich unhistorische Dimension. Wie verhalten sich nun Kunst und Geschichte in dieser Schrift? Wie wurde Winckelmanns Modell der Geschichtsschreibung – insbesondere in der Goethezeit – rezipiert? Diesen Fragen geht der Vortrag nach.

Prof. Dr. Elisabeth Décultot lehrt und forscht seit 2015 als Humboldt-Professorin für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer an der Universität Halle. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Rezeption der Antike und der Geschichte der Kunstgeschichtsschreibung von der Frühen Neuzeit bis zur Klassik.

Eintritt: 4,- Euro / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts. Informationen und Karten: Tel. (069)138800 / E- Mail: anmeldung@goethehaus-frankfurt.de

www.goethehaus-frankfurt.de, www.deutsches-romantik-museum.de