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Letzte Aktualisierung: 18.06.2019

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Kritik an geplantem Verkauf der Lufthansa Catering-Sparte LSG

Oberbürgermeister Feldmann stellt sich hinter die Beschäftigten

von Ilse Romahn

(07.06.2019) Die Lufthansa plant aktuell, ihre Catering-Sparte LSG zu verkaufen. Davon sind allein in Deutschland 7000 Arbeitsplätze betroffen. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi fordern hingegen den Erhalt der Arbeitsplätze im Konzern und wenden sich gegen den Verkauf. Sie haben den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann um Unterstützung gebeten.

„Die Sorge der Beschäftigten um die Arbeitsplätze kann ich gut nachvollziehen und will deshalb dem Betriebsrat und Verdi den Rücken stärken. Mit Ausgliederung und Verkäufen gehen meist ein Abbau von Arbeitsplätzen und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen einher. Das ist der falsche Weg. Wir brauchen einen Flughafen, der durch Qualität überzeugt. Dies bezieht sich selbstverständlich auch auf Arbeitsbedingungen“, sagt Feldmann, der im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen am Frankfurter Flughafen eng mit der Gewerkschaft Verdi zusammenarbeitet.

Die Catering-Sparte LSG hat 2018 115 Millionen Euro Gewinn gemacht und beliefert neben den Fliegern der Lufthansa beispielsweise auch die Deutsche Bahn.

„Der Flughafen ist nur dann ein Erfolg, wenn alle Beschäftigten auch davon profitieren. Als Oberbürgermeister bringe ich mich ein, wenn Arbeitsplätze in Gefahr sind. Deshalb werde ich mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr das Gespräch suchen“, sagt Feldmann und zeigt Verständnis für die Unruhe in den Großküchen am Flughafen. (ffm)