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Letzte Aktualisierung: 15.07.2019

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Kriftels Bürgermeister Christian Seitz feierte zwei Jubiläen

„Ich habe jeden Tag Spaß daran, ins Rathaus zu kommen“

von Adolf Albus

(04.07.2019) „Ich habe jeden Tag Spaß daran, hierher zu kommen“, sagte Bürgermeister Christian Seitz zu Beginn der kleinen Feierstunde, zu der sein Kollege und „guter Freund“, der Erste Beigeordnete Franz Jirasek, am Dienstagvormittag die Mitglieder der Gemeindevertretung, die Fraktionsvorsitzenden und alle Mitarbeiter der Verwaltung ins Rathausfoyer eingeladen hatte. Grund des Zusammenkommens: Christian Seitz ist seit 25 Jahren im Öffentlichen Dienst und mittlerweile schon 15 Jahre im Krifteler Rathaus tätig.

Bürgermeister Christian Seitz erhielt vom Ersten Beigeordneten Franz Jirasek die Ehrenurkunde der Gemeinde Kriftel und eine Urkunde des Städte- und Gemeindebundes anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums.
Foto: Gemeinde Kriftel
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Jirasek ging in seiner Begrüßungsrede kurz auf die Vita seines Kollegen ein. Seit dem 1. Juli 2004 ist Seitz im Krifteler Rathaus tätig: zunächst als Erster Beigeordneter, dann seit dem 1. September 2006 inzwischen schon in dritter Amtszeit als Bürgermeister der Obstbaugemeinde. Seine Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte er bei den Stadtwerken in Frankfurt am Main. Von 1995 bis 2000 arbeitete Seitz im Personalbereich der Stadtwerke Frankfurt und wechselte dann in die Verwaltung: Von 2000 bis 2004 leitete Seitz das Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Flörsheim am Main. Zeitgleich studierte er berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule in Mainz und schloss mit dem Diplom ab.

Im Jahr 2004 wurde Christian Seitz durch die Gemeindevertretung Kriftel zum hauptamtlichen Ersten Beigeordneten gewählt. Zum Bürgermeister der Gemeinde wählten ihn die Kriftelerinnen und Krifteler bei der Direktwahl am 1. September 2006. 2012 wurde er mit 75,1 Prozent der abgegebenen Stimmen, 2018 sogar mit 77,53 Prozent wiedergewählt. „Das die Zahl immer weiter nach oben geht, zeigt, wie sehr Du in Kriftel geschätzt wirst“, so der Erste Beigeordnete, der Seitz für alles dankte, was er für Kriftel geleistet und in Kriftel gestaltet habe. „Es war eine gute Entscheidung, nach Kriftel zu kommen. Ich hoffe, Du bleibst!“ Dass der Bürgermeister eng mit Kriftel verbunden sei, zeige auch sein großes ehrenamtliches Engagement, zuletzt wieder bewiesen beim Rund-um-die-Uhr-Dienst für das Festival MyZiegelei.

Christian Seitz wiederum bedankte sich bei den Mitgliedern der Gemeindevertretung, den Fraktionsvorsitzenden und allen Mitarbeiter der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. „Ich bin herzlich aufgenommen worden in Kriftel. Ich hatte schon durch meine Schulzeit und meine Ehefrau vor dem Wechsel in die Obstbaugemeinde eine innige Beziehung zu Kriftel“, betonte er. „Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Ich freue, dass wir hier so eine gute Gemeinschaft pflegen.“ Das Besondere an seiner Arbeit in und für Kriftel sei der gute Ton in den Gremien, das vertrauensvolle Miteinander. „Es gibt nicht nur jede Menge gute Ideen, sie werden auch umgesetzt. Das ist nicht überall so“, so Seitz.

 

Schwerpunkt Familienpolitik

Der amtierende Bürgermeister ist nach wie vor hochmotiviert, Kriftel weiter zu entwickeln. Schwerpunkt seiner politischen Arbeit ist die Familienpolitik, die Kleinkinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Mitbürger umfasst. Sport und Familie, Freizeit und Familie sind in der Gemeinde hervorragend zu leben. Das Freizeithaus für die Jugend ist ein gut genutztes Angebot, die Senioren- und Sozialarbeit wird von der Gemeinde gefördert: Keiner muss im Alter wegziehen. Das DRK-Betreute Wohnen hält Senioren hier in Kriftel. Besondere Herzensangelegenheit war ihm und Franz Jirasek das Senioren- und Pflegeheim St. Sebastian, in Kriftel auch unter dem Namen Kursana bekannt.

In seiner Amtszeit konnten die Betreuungsplätze für Kitakinder verdoppelt werden: Der Neubau der Kita Linsenberg und der Kita Obstgärtchen sowie die grundlegende Sanierung und Erweiterung der Kita Vogelnest waren in der Vergangenheit wichtige Investitionen, genauso wie das neue Parkbad, die Halle an der Konrad-Adenauer-Schule, das Senioren- und Pflegeheim sowie das Ärztehaus am Freizeitpark oder die Sanierung der Schwarzbachhallen. In den 15 Jahren seiner Amtszeit im Rathaus wurden in und für Kriftel rund 25 Millionen Euro investiert. Dazu hat auch die positive Wirtschaftsförderung in Kriftel unter der Leitung des Ersten Beigeordneten Franz Jirasek beigetragen, mit dem er gemeinsam ein gutes Team bildet.

Gemeinsam haben Seitz und Jirasek auch den Neubau der Kita Kinderplanet an der Rossertstraße in Angriff genommen, der Anfang 2020 bezogen werden kann. Die Sanierung der Kita an der Bleichstraße für das Montessori Kinderhaus folgt. Dann sind alle Kitas in Kriftel auf dem modernsten Stand. Weiterhin wurden in Seitz‘ Amtszeit das Familienzentrum Kriftel, das 2019 sein fünfjähriges Bestehen feiert, und die Bürgerstiftung gegründet, die viele Projekte für die Jugend und Familien finanziell unterstützt. Zudem liegt ihm ein abwechslungsreiches Kulturprogramm sehr am Herzen: Die stetige Ausweitung ist in den letzten 15 Jahren gelungen.

 

Massive Säule Ehrenamtlichkeit

Auch die „massive Säule Ehrenamtlichkeit in Kriftel“ fördert Christian Seitz seit Amtsantritt: „Das ist Kriftels Schatz, den es zu bewahren und zu hüten gilt und um den uns viele andere Kommunen beneiden“, betont der Bürgermeister immer wieder. Er will dies noch weiter fördern: Nicht umsonst wurde 2018 eine Ehrenamtskampagne gestartet mit dem Slogan „Ohne Dich geht Kriftel nicht“. Ein neues Logo mit dem Spruch „Aktiv für Kriftel“ wurde entworfen und dieses sollen nun bald nach und nach alle ehrenamtlich Engagierten als Pin am Revers tragen.

Großes Thema ist es für Seitz auch, weiteres Wohnen in dieser Zuzugsregion zu ermöglichen, unter anderem im Gebiet “Am Krifteler Wäldchen“ mit einem „Mix“ aus Wohnen und Gewerbe. Auch für das Gelände der Raiffeisen Obst- und Warengenossenschaft (ROWG) am Bahnhof steht eine Bebauung an und auch die Gemeinde plant mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, ein Projekt umzusetzen.

Darüber möchte er auch in Zukunft weiter am „großen Friedensprojekt Europa“ mitarbeiten. Ein Herzensprojekt war die Gründung einer weiteren Städtepartnerschaft mit Pilawa Gorna in Polen. Besonders schön war es für ihn, dass es gelang, dies mit Kriftels langjähriger französischen Partnerstadt Airaines gemeinsam durchzuführen.