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Letzte Aktualisierung: 15.10.2019

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Konzeptvergabe für Wohnprojekte und Genossenschaften

Stadt Frankfurt und ABG entscheiden über Liegenschaften im Hilgenfeld

von Ilse Romahn

(04.07.2019) Am Freitag, 28. Juni, hat ein Beirat über die Konzeptvergabe im Neubaugebiet Hilgenfeld entschieden. Insgesamt fünf gemeinschaftliche Wohnprojekte und Genossenschaften wurden ausgewählt, ihre Wohnprojekte am Hilgenfeld zu verwirklichen.

Bis Ende Mai waren gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte aufgerufen, sich mit einem überzeugenden Konzept für die Vergabe von Flächen im Neubauquartier Hilgenfeld zu bewerben. Unter insgesamt dreizehn Bewerbungen wurden fünf ausgewählt. „Diese vielversprechenden Projekte werden in den nächsten Jahren rund 13.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche im Neubaugebiet Hilgenfeld am Frankfurter Berg realisieren und damit das Quartier zu einem lebendigen und kreativen Ort entwickeln“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. Er selbst konnte sich als Beiratsmitglied ein Bild von den unterschiedlichen Projekten machen und ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis und Prozess.

Auch Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding, welche die Grundstücke vergibt, war Mitglied im Beirat und lobte die innovativen, nachhaltigen und gemeinschaftlichen Projekte. „Die Zusammenarbeit zwischen ABG Frankfurt Holding und Stadt für das Konzeptverfahren am Hilgenfeld lief bisher sehr gut. Wir starten nun mit den Wohnprojekten und Genossenschaften in die Gespräche zu den Vorverträgen. Das werden ereignisreiche und spannende nächste Monate.“

Ihre Entwürfe realisieren dürfen nun: Freunde fürs Leben, Familiensinn 2.0., Kooperation Frankfurt, Mietbauhaus Hilgenfeld und Nest Frankfurt. Sie alle werden kostengünstige Mieten und Angebote für die Gemeinschaft im Quartier realisieren. „Es entsteht eine gute Mischung aus Traditionsgenossenschaften und gemeinschaftlichen Wohnprojekten, die zur Vielfalt der Baukultur und zur langfristigen Preisstabilität führen wird. Vom Spielplatz zum Dachgarten über Studios für Künstlerinnen und Künstler bis hin zu Gemeinschaftsgärten ist alles dabei, was ein lebendiges modernes und kreatives Quartier braucht“, fasst Josef die vielen Angebote zusammen.

Insgesamt bewertet der Beirat das erste Konzeptverfahren in einem Neubauquartier durchweg positiv. Zukünftig sollen in jedem Neubaugebiet 15 Prozent der Flächen für den Wohnungsbau durch gemeinschaftliche und genossenschaftliche Akteure realisiert werden. Neben Planungsdezernent Josef und ABG-Geschäftsführer Junker bestand der Beirat aus Vertretern der Ämter, der Politik und Experten zum gemeinschaftlichen Wohnen. Ausgewählt wurden die Projekte anhand der Kategorien soziale Aspekte, Einfluss des Wohnprojekts auf das Quartier, Wohnkosten, städtebaulicher und konstruktiver Innovationsgehalt, nachvollziehbare Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit sowie Kooperationspartner.

Die ausgewählten Projekte kann man bei der 13. Frankfurter Infobörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen am Samstag, 28. September, in den Römerhallen kennenlernen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, mit einzelnen Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. (ffm)