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Letzte Aktualisierung: 15.12.2017

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Jürgen Vits stellt „Otto Pankok – verfolgter Maler“ in Hofheim vor

von: Adolf Albus

(12.10.2017) In der Reihe „Freitagabend im Museum“ gibt es am Freitag, 27. Oktober, 20 Uhr, einen Bildvortrag von Jürgen Vits „Otto Pankok. Verfolgter Maler – Maler der Verfolgten“.

Der Eintritt ins Stadtmuseum, Burgstraße 11, kostet an der Abendkasse 12 Euro, Mitglieder des Kunstvereins Hofheim und der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit bezahlen 10 Euro, ermäßigter Eintritt 6 Euro. Im Vorverkauf und bei Reservierung im Internet kostet der Eintritt 10, 8, 5 Euro. Im Eintritt sind ein kleiner Imbiss und Getränke enthalten. Um Reservierung bis 26. Oktober wird gebeten.

Otto Pankoks (1893 bis 1966) Künstlerleben war über weite Strecken durch Kriege und Verfolgung geprägt. Mit seinem eindringlichen Passionszyklus geriet er schon früh in das Visier der Nationalsozialisten. Mehr als 50 seiner Arbeiten wurden im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ aus öffentlichen Sammlungen entfernt und vernichtet. Ungeachtet des verhängten Berufs- und Ausstellungsverbots setzte Otto Pankok sein widerständiges Kunstschaffen im Verborgenen fort. Große Beachtung finden noch heute vor allem seine Menschenbilder, die überwiegend Benachteiligte und Verfolgte darstellen, darunter zahlreiche Porträts von Sinti-Kindern sowie Werke zum jüdischen Verfolgungsschicksal. Es ist nicht zuletzt die von christlicher Humanität und Respekt geprägte Haltung des Künstlers, die den einzigartigen Rang und die hohe Aktualität seines Kunstschaffens ausmacht.

Anhand von Werkbeispielen sowie schriftlichen Zeugnissen werden im Bildvortrag neben den wesentlichen Bildthemen und Lebensstationen des Künstlers auch sein Menschenbild und Kunstideal beleuchtet. Ferner wird auch auf die Verbindung zwischen Otto Pankok und Ludwig Meidner eingegangen, die sich aus bisher unveröffentlichten Briefen ergeben hat.

Der Referent Jürgen Vits gehört dem Beirat der Pankok-Stiftung an. Der Bildvortrag wird gemeinsam von der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit, der Pankok-Stiftung und der Vereinigung Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. veranstaltet.