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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Interxion baut an der Hanauer Landstraße an zwei Rechenzentren gleichzeitig

von Hermann Wygoda

(25.03.2019) Während das Rechenzentrum Nr.14 noch nicht komplett fertig ist, hat Interxion bereits für das Rechenzentrum Numero 15 mit dem Ausbau der Keller begonnen.

Bildergalerie
In der Weißmüllerstraße wird noch am Rechenznetrum 14 gebaut
Foto: Hermann Wygoda
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Hinter der Firma Samson hat Interxion mit dem Bau des Rechenzentrums 15 begonnen- es wird fast wie ein Wohnhaus aussehen
Foto: Interxion
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Wie sehr die Rechenzentrumszene in Frankfurt am Main boomt, kann man zurzeit am Besten im Ostend rechts neben der Hanauer Landstraße täglich beobachten. Am Radswegkreisel, an der Abfahrt von der Autobahn A661 auf die Hanauer Landstraße stehen bereits die ersten Kräne für die Nummer „15“ der. Rechenzentren der Firma Interxion. Bereits 2017 hatte man sich das Areal von der Firma Samson rechtzeitig als Erweiterungsfläche eingekauft. Damals konnte niemand ahnen, dass Interxion mal zwei Rechenzentren gleichzeitig als Baustelle haben könnte. Denn bislang wurde mit dem Bau neuer Rechenzentrumsflächen  erst dann begonnen, wenn die jüngsten Baumaßnahmen fertig und komplett vermietet waren und die Kunden nach weiteren Flächen Ausschau hielten. Doch in der Mainmetropole wird zur Zeit so viel Fläche nachgefragt, dass die Betreiber der früher „Data-Hotels“ genannten Rechenzentren sich nach den Wünschen der Kunden richten müssen und die sichern sich die Räumlichkeiten auch nach dem in Zukunft voraus gesehenem notwendigem Bedarf. So ist das Colocation-Gebäude von Interxion, Nr.14, noch gar nicht fertiggestellt während schon für die Nr.15 der Keller hochgezogen wird. Auf den neuen 14.500 Quadratmetern Grundstücksfläche  werden 10.000 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche hingestellt werden. Das Unternehmen gibt dafür rund 176 Millionen Euro aus. Seit der Eröffnung der Frankfurter Depandance hat das in den Niederlanden ansässige Unternehmen, das bereits 1999 als „Carrier-Hotel“ in Frankfurt auch mit der „Telefonie“ angemeldet wurde, wird die ersten beiden Zentrumsflächen bereits am 1.4.2010 an die Kunden übergeben können. Die weiteren drei Bauabschnitte sollen im 1.Quartal 2021den Kunden übergeben werden.  Mit Stolz in der Stimme berichtete der Interxion- Geschäftsführer, Jens Brautsch. Da dieses Grundstück unmittelbar an der Hanauerlandstraße liegt, forderte die Stadt Frankfurt an diesem exponierten Platz eine Abkehr von den sonst gebauten, eher an riesige Kühlschränke erinnernde Gebäude, eine besondere Gestaltung der Fronten. So wird Frankfurt 15 sich mit seiner an Fenster erinnernde Fassade als scheinbares Wohnhaus  präsentieren. Interxion wird mit der Fertigstellung dieses Gebäudes insgesamt rund 46.000 Quadratmeter reine Rechenzentrumsfläche haben. Die Investitionskosten für alle Rechenzentren des Unternehmens werden nach Angaben von externen Fachleuten etwa 230 000 Euro betragen haben.

An diesem Standort an der Hanauer Landstraße wird wohl keine weitere Entwicklung für Interxion mehr möglich sein. Vielleicht werden dann auch die Überlegungen beginnen, wie es bereits ein anderer großer Rechenzentrumbetreiber vorgemacht hat, ob man nicht außerhalb von Frankfurt eine neue Fläche ankaufen muss.

Das Problem nicht genügen Fläche für neue Rechenzentren zu haben besteht in der Kleyerstraße bei Telehouse nicht. Hier hat man gerade die Baugenehmigung für das nächste Gebäude im Briefkasten vorgefunden und kann nun die Baufirma, die bereits auf den Start wartet, in Kürze auf dem Gelände hinter dem denkmalgeschützten Gebäude der früheren Telefonbau und Normalzeit  mit dem Bau beginnen lassen.