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Letzte Aktualisierung: 13.12.2019

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Internationaler Museumstag

Am 19. Mai findet der Internationale Museumstag unter dem Motto ‚Museen: Zukunft lebendiger Tradition‘ statt

von Ilse Romahn

(15.05.2019) Zahlreiche Frankfurter Museen feiern am Sonntag, 19. Mai, den 42. Internationalen Museumstag mit Workshops und Führungen zum diesjährigen Motto „Museen: Zukunft lebendiger Tradition“. Der Tag widmet sich den Museen als Bewahrer und Schützer unserer Traditionen und der Frage, wie dieses lebendige Wissen konserviert und weitergegeben wird.

„Neben Kunstwerken und historischen Objekten wahren Museen in ihren Sammlungen auch Schätze unseres immateriellen Kulturerbes. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Traditionsbegriff von einigen Gesellschaftsgruppen zur Abgrenzung anderer Lebenswelten funktionalisiert wird, leisten die Museen einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit unserem kulturellen Erbe. Ich freue mich, dass der Internationale Museumstag genutzt wird, um die hervorragende Arbeit der Häuser in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Museumsbesucher in Frankfurt erwartet in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm. Im Archäologischen Museum ist der Inbegriff Frankfurter Tradition Thema einer kostenlosen Führung: das Apfelweinglas. „Vom Kugelbecher zum ‚Gerippten‘ – 6.000 Jahre Trinkkultur in Frankfurt“ erzählt von ortstypischen Trinktraditionen. Im Bibelhaus geht es ganz zeitgemäß auf kostenlose digitale Schnitzeljagd durch die Ausstellung fremde.heimat.bibel. Welche bekannten Sprichwörter stammen aus der Bibel und wovon handeln die Geschichten von Menschen aus aller Welt? Junge Besucher können außerdem ihre eigene kleine Bibel selbst herstellen und bemalen. Die bedeutendsten vorbarocken Wandmalereien nördlich der Alpen können im Institut für Stadtgeschichte bestaunt werden. Der schwäbische Maler Jörg Ratgeb schmückte zwischen 1514 und 1521 den Kreuzgang des Karmeliterklosters mit der Heilsgeschichte und das Refektorium mit Motiven der Ordenshistorie aus. Die Besucher machen zudem Bekanntschaft mit „Clara Schumann: Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts“ – der ersten Klavierlehrerin des Dr. Hoch’s Konservatoriums ist eine Sonderausstellung gewidmet. Ein weiteres Jahrhundert zurück geht es im Frankfurter Goethe-Haus. In öffentlichen Führungen erfahren Besucher alles über den Alltag und das Zusammenleben der Familie Goethe im 18. Jahrhundert am Großen Hirschgraben. Das Museum Giersch der Goethe-Universität lädt Interessierte bei freiem Eintritt zu einer Führung durch die Sonderausstellung „Frobenius – Die Kunst des Forschens“ ein. Ein paar Häuser weiter wird im Weltkulturen Museum durch den Internationalen Museumstag getanzt: der Tanzclub Ü60 nimmt die Besucher mit auf eine Tanzführung durch die aktuelle Ausstellung „Grey is the new Pink“. Am Vormittag haben Kunstinteressierte die Möglichkeit, Kunstwerke zu erwerben: Nach einer Führung durch seine Ausstellung versteigert der Weltenbummler Reinhard Wanzke 50 Objekte, die er während seiner Weltreise in unterschi! edlichen Ländern gesammelt hat. Auch das Ernst-May-Haus öffnet seine Türen und lädt Besucher in das denkmalgerecht sanierte Haus von 1928 ein. Hier steht der Urtyp der heutigen Einbauküche, die Frankfurter Küche, die bei einer Führung zu freiem Eintritt mit all ihren Raffinessen vorgestellt wird. Die Sammlung des Senckenberg Naturmuseums lädt Neulinge und Kenner zu öffentlichen Führungen ein. Zudem können interessierte Besucher vor Ort mit Experten über Exponate diskutieren und die Ausstellungsräume werden so zu einem Ort des Austauschs und des Dialogs.

Der Internationale Museumstag feiert jährlich unter wechselndem Motto weltweit die thematische Vielfalt der Museen. Das Motto wird vom International Council of Museum festgelegt und greift unterschiedliche Aspekte der Museumsarbeit auf. Alle wichtigen Informationen zum Tag selbst und zu weiteren Veranstaltungen in den Frankfurter Museen finden Interessierte unter http://www.museumstag.de im Internet. (ffm)