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Letzte Aktualisierung: 23.07.2019

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Integrations- und Bildungsdezernentin besucht Demonstration für mehr Hortplätze in Frankfurt

von Ilse Romahn

(15.05.2019) Stadträtin Sylvia Weber hat die Demonstration für mehr Hortplätze besucht und aktiv das Gespräch mit den betroffenen Familien gesucht.

„Ich nehme die Sorgen und Ängste der Eltern und Familien sehr ernst und kann die Not nachvollziehen. Unsere Stadt ist besonders attraktiv für junge Familien, was mich sehr freut. Dies stellt uns aber vor große Herausforderungen. Obwohl es für das Grundschulalter noch keinen Rechtsanspruch gibt, hindert uns dies nicht, mit allen Beteiligten weiter daran zu arbeiten, den Bedarfen der Eltern und Familien gerecht zu werden, das kann ich Ihnen versichern“, betonte die Dezernentin am Rande der Demonstration für mehr Hortplätze am Montag, 13. Mai.

Ein bedeutender Kurswechsel ist der wieder mögliche Hortausbau, der bis 2016 nicht mehr verfolgt und gänzlich gestoppt wurde. Seit Beginn ihrer Amtszeit wurden bisher rund 3200 neue Betreuungsplätze geschaffen, darunter rund 190 Hortplätze, sagte Weber. Die bisher geschaffenen Plätze seien aber noch nicht ausreichend für eine stetig wachsende Stadt wie Frankfurt, weshalb sie weiterhin aktiv am Ausbau verlässlicher Bildungs- und Betreuungsangebote arbeite:

„Zurzeit sind wir mit verschiedenen Trägern von Kindertageseinrichtungen stadtweit in Kontakt und prüfen die Erweiterung von bestehenden Einrichtungen sowie die Umsetzung neuer Maßnahmen im Rahmen des Frankfurter ‚Sofortprogramms Kinderbetreuung‘. Die Umsetzung solcher Projekte ist in dicht bebauten Stadtteilen schwierig. Das große Problem hierbei ist nicht die Finanzierung, sondern das Finden von geeigneten Flächen und Liegenschaften. Wir suchen aber auch nach kreativen Optionen wie beispielsweise Kooperationen mit Sportvereinen“, führte Weber aus.

Um die gerade vorhandenen Ressourcen zu nutzen, sei der Magistrat auf die Bereitschaft der Träger und auch der Schulleitungen angewiesen, wenn es beispielsweise darum ginge, die Erweiterte Schulische Betreuung auszubauen und die Räume multifunktional zu nutzen. Die Möglichkeiten und Maßnahmen seien immer in Abhängigkeit von den Gegebenheiten vor Ort zu sehen, jeder Stadtteil müsse individuell betrachtet werden.

„Mein Dezernat, das Stadtschulamt und auch der städtische Eigenbetrieb Kita Frankfurt konnten trotz der schwierigen Situation einige Maßnahmen realisieren: Im Stadtteil Nied wird die Niddaschule zum kommenden Schuljahr zusätzlich zehn Plätze anbieten, in Rödelheim erweitert die Michael-Ende-Schule ihre Betreuungskapazitäten ebenfalls um zehn Plätze und eine mögliche langfristige Lösung zeichnet sich ab. An der Elsa-Brändström-Schule wurde bereits zum 1. August 2018 die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) von 40 auf 60 Plätze erweitert, eine zusätzliche Aufstockung der Betreuungsplätze ist aktuell Gegenstand der Prüfungen und in Kalbach konnte der Bedarf an Betreuungsplätzen komplett gedeckt werden. Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten und prüfen jede in Frage kommende Option für jeden Stadtteil, der einen dringenden Bedarf an verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten hat“, sagte die Dezernentin. (ffm)