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Letzte Aktualisierung: 19.03.2019

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Innehalten und Gewohnheiten überdenken

Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker betont die Bedeutung der Fastenzeit

von Ilse Romahn

(06.03.2019) Mit dem Ende der Fastnachtszeit beginnt am Aschermittwoch, 6. März, die Fastenzeit. Diese dauert bis Karsamstag, 19. April, an. Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker weist auf die Bedeutung der Fastenzeit vor Ostern hin, die „eine Zeit für Einkehr, Umkehr und Besinnung“ sei.

„Die Fastenzeit hat einen christlichen Hintergrund, dessen man sich bewusst sein sollte, doch alle Menschen, ob christlichen Glaubens oder nicht, können diese sieben Wochen dafür nutzen, sich eine Pause zu gönnen und durchzuatmen“, sagt Becker. „Sich bewusst Zeit zu nehmen, innezuhalten, Alltagsgewohnheiten zu überdenken und Platz für Veränderungen zu schaffen. Das tut der Seele gut.“

Als Fastenzeit wird der 40-tägige Zeitraum des Fastens und Betens zwischen Aschermittwoch und Karsamstag zur Vorbereitung auf Ostern, auf die Botschaft der Auferstehung, bezeichnet. Seit dem Tode Jesu Christi erinnern sich Christen in diesen Wochen an dessen Leiden und Sterben. Kalendarisch dauert die Fastenzeit allerdings länger als 40 Tage, weil man die Sonntage als Feiertage vom Fasten und Büßen ausgenommen hat. Dieser Brauch lässt sich in der Geschichte des Christentums bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgen. In diesem Zeitraum sollen Gläubige als inneres Zeichen von Buße und Besinnung Verzicht üben. Traditionell galten der Fleischverzicht sowie die Verringerung der Essensaufnahme während der Vorbereitungszeit auf Ostern als Empfehlung für die Fastenzeit. Heute wird häufig auf Dinge verzichtet, die sich in den Alltag eingeschlichen haben. Die Möglichkeiten für die Fastenden sind vielfältig – sei es der Verzicht auf Alkohol, Süßes, Fernsehkonsum oder Auto fahren.

„Liebgewonnene Gewohnheiten in der Fastenzeit zu entsagen, um sich auf die eigenen Werte zu besinnen, schenkt neue Kraft und Stärke. Auch ein scheinbar kleinerer Verzicht kann eine große Herausforderung im Alltag sein“, sagt Becker. „Ich habe mir vorgenommen auf meine Lieblingssüßigkeit – auf Schokolade – zu verzichten, um im Anschluss wieder den Genuss und die Freude daran zu erleben.“ (ffm)