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Letzte Aktualisierung: 25.05.2018

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Informationstafel zu den „Kasematten“ in Frankfurt präsentiert

von: Ilse Romahn

(18.01.2018) Bei einem Pressetermin haben Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld und Stadtrat Mike Josef die Informationstafel zu den „Kasematten“ präsentiert. Das historische Gewölbe war vom Denkmalbeirat der Stadt Frankfurt zum Denkmal des Jahres 2014 gewählt worden.

Kasematten
Foto: Stadt Frankfurt / Denkmalamt
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Über die historische Bedeutung der Kasematten für Frankfurt informierten bei der Veranstaltung Peter Gerdon, Vorsitzender der Stiftung Waisenhaus, Dr. Thomas Bauer, Vorsitzender des Denkmalbeirats, Stadtrat a.D. Peter Mensinger und die Leiterin des Denkmalamts, Dr. Andrea Hampel.

„Wir wollten den Anlass auch dafür nutzen, um dieses außergewöhnliche Denkmal einer breiten Bevölkerung ins Gedächtnis zu rufen“, sagte Planungsdezernent Mike Josef. „Ich möchte mich herzlich bei der Stiftung Waisenhaus  bedanken, die ganz wesentlich dazu beigetragen hat, dieses wertvolle Kulturdenkmal zu erhalten und zugänglich zu machen. Das ist ein Glücksfall für die Kasematten.“

„Die ursprüngliche Planung für den Neubau der Stiftung Waisenhaus  musste zwar verändert und das darunterliegende Denkmal durch eine aufwändige statische Konstruktion geschützt werden“, erinnerte Stadträtin Birkenfeld, die zugleich Seniorin des Pflegamts der Stiftung Waisenhaus  ist. „Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Es schmückt die Stiftung und die Stadt gleichermaßen, mit einem solchen Kulturdenkmal aufwarten zu können.“

Die Kasematten wurden im 17. Jahrhundert als Teil der ehemaligen Frankfurter Befestigungsanlage erbaut. Im Rahmen der gesetzlichen Voruntersuchung zum Neubau der Stiftung Waisenhaus  wurde der Gewölbegang im Jahr 2008 entdeckt. Daraufhin wurden die gut erhaltenen Kasematten freigelegt, vermessen, kartographiert, fotografiert und beurteilt. Alle wesentlichen Teile konnten auf Wunsch des Denkmalamtes erhalten werden. Rund 40 Meter des unterirdischen Wehrganges konnten nach fertiggestellter Restaurierung im Jahr 2011 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der unterirdische Gang ist bis heute einzigartig für die in der Barockzeit entstandene Frankfurter Befestigungsanlage und damit ein herausragendes Kulturdenkmal. Im Jahr 2014 wurden die Kasematten zum Denkmal des Jahres gewählt. Die Besichtigung des historischen Gewölbegangs ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

Zugleich wurde die neue, durch das Denkmalforum Frankfurt geförderte Publikation „Denkmalpflege in Frankfurt am Main 2014-2016“ Band Nr. 4 vorgestellt, in dem auch ein Beitrag die Kasematten behandelt.