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Letzte Aktualisierung: 18.07.2019

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Inflationsrate in Hessen steigt im Juni auf 1,5 Prozent

von Helmut Poppe

(28.06.2019) Verbraucherpreise steigen im Juni um 0,1 Prozent gegenüber Mai Pauschalreisen im Juni teurer als im Mai 2019 und Juni 2018 Heizöl günstiger gegenüber Juni 2018

Verbraucherpreisindizes
Foto: Hessisches Statistisches Landesamt
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Im Juni 2019 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im Mai bei 1,4 Prozent und im April bei 1,8 Prozent gelegen. Maßgeblich positiv beeinflusst wurde die Inflationsrate im Juni 2019 durch die Preisentwicklung der Mieten, der Pauschalreisen und des Gemüses.

Im Vergleich zum Mai stieg das Niveau der Verbraucherpreise im Juni um 0,1 Prozent. Diese Veränderung wurde wesentlich beeinflusst vom saisonbedingten Anstieg der Preise für Pauschalreisen um 18,6 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Preise für Energie

Die Preise für Energie sanken im Juni um 2,0 Prozent im Vergleich zum Mai. Heizöl war 7,6 Prozent und Kraftstoffe 3,9 Prozent günstiger gegenüber dem Vormonat. Erdgas war durchschnittlich genauso teuer wie im Mai. Für Strom mussten um 0,3 Prozent höhere Preise gezahlt werden.

Gegenüber Juni 2018 stiegen die Preise für Energie im Juni um 1,4 Prozent. Insbesondere Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist um 2,8 Prozent. Für Kraftstoffe mussten 0,8 Prozent höhere Preise gezahlt werden. Günstiger für Verbraucherinnen und Verbraucher waren Heizöl um 5,1 Prozent und Gas um 0,4 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Juni 2019 in Hessen bei 1,5 Prozent gelegen.

Preise für Nahrungsmittel

Das Niveau der Nahrungsmittelpreise blieb im Juni unverändert gegenüber Mai. Teurer gegenüber dem Vormonat waren Obst um 2,3 Prozent, Fleisch und Fleischwaren um 1,3 Prozent sowie Brot und Getreideerzeugnisse um 0,9 Prozent. Geringere Preise mussten für Gemüse (minus 3,0 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (minus 1,6 Prozent) sowie Speisefette und -öle (minus 1,4 Prozent) gezahlt werden.

Gegenüber Juni 2018 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Juni um 1,2 Prozent. Insbesondere war Gemüse um 9,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Für Fleisch und Fleischwaren sowie für Brot und Getreideerzeugnisse mussten um je 3,2 Prozent höhere Preise gezahlt werden. Die Preise für Speisefette und -öle sanken um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Butter um 12,7 Prozent. Auch Obst (minus 4,1 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 3,1 Prozent) waren günstiger.

Preise für Waren

Die Preise für Waren insgesamt sanken im Juni 2019 gegenüber Mai um 0,8 Prozent. Gegenüber Juni 2018 stiegen sie um 1,2 Prozent. Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr ist von steigenden Preisen für Verbrauchsgüter (plus 1,5 Prozent) geprägt. Die Preise für Gebrauchsgüter stiegen im Juni 2019 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Teurer wurden in dieser Gütergruppe beispielsweise Bekleidung und Schuhe um 2,3 Prozent sowie Personenkraftwagen um 2,2 Prozent. Günstiger wurden im Bereich der langlebigen Gebrauchsgüter unter anderem Geräte der Unterhaltungselektronik um 4,2 Prozent und Haushaltsgroßgeräte um 0,2 Prozent.

Preise für Dienstleistungen

Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im Juni 2019 um 1,3 Prozent über dem Niveau des Vormonats und um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Juni 2018 verteuerten sich insbesondere Pauschalreisen um 6,1 Prozent. Dienstleistungen sozialer Einrichtungen waren durchschnittlich 5,9 Prozent teurer. Auch für Gaststättendienstleistungen (plus 2,6 Prozent) und für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 2,3 Prozent) mussten höhere Preise gezahlt werden. Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist zum Beispiel bei Sport-, Freizeit- und Erholungsdienstleistungen um 0,3 Prozent.

Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im Juni um 0,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Juni 2018 mussten Mieterinnen und Mieter 1,6 Prozent mehr bezahlen. (HSL)