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Letzte Aktualisierung: 20.10.2017

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Im Molkezuber auf der Alp

Wellness mit Naturheilmitteln Teil 4: das Molkebad

von: Karin Willen

(11.10.2017) Reisen eröffnen ungeahnte Möglichkeiten, beim Entspannen ein bisschen mehr für die Gesundheit zu tun – wenn man sein Urlaubsziel mit Bedacht wählt. Als vierten Teil der Serie „Wellness mit Naturheilmitteln“ präsentieren wir Ihnen Molkebäder. In den Schweizer Bergen gibt es die auf der Alp mit beeindruckendem Bergpanorama.

Gesund, hautpflegend und mit Blick auf die imposante Bergwelt: das Molkebad
Foto: Pettetfoto.ch
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Uralt, aber immer noch sensationell: das Molkebad. Dieses Nebenprodukt der Käseherstellung war schon bei Griechen und Römern ein Heil- und Schönheitsmittel. In der Schweiz stehen Molkebäder in urigen Lärchenzubern auf Bergwiesen für Wanderer und Mountainbiker bereit. Openair und mit beeindruckenden Bergpanorama, etwa auf der Bergli Alp im Kanton Glarus.

Entspannen im Zuber

In diesem Heil- und Pflegebad wird das Badewasser mit den natürlichen und hautpflegenden Inhaltsstoffen der Milch in Form von Molke angereichert. Proteine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine zählen zu den Wirkstoffen der Molke, die während des entspannenden Bades durch die Haut aufgenommen werden. Bei einer Badetemperatur zwischen 35 und 40 Grad und der Dauer von etwa 20 Minuten gleicht die Milchsäure der Molke den Säureschutzmantel der Haut aus und stärkt damit die Abwehrkräfte der Haut.

Idealer Feuchtigkeitsspender

Überdies versorgt ein Molkebad die Haut mit Feuchtigkeit, wirkt rückfettend und entzündungshemmend zugleich, schützt empfindliche Haut vor dem Austrocknen und unterstützt die Regeneration der Haut. Das Baden in Molke wird unter anderem zur Behandlungen von Hautkrankheiten empfohlen, etwa bei Neurodermitis oder allergischen Hautreaktionen. Aber auch zur Behandlung von Cellulite oder zur Unterstützung von Diäten und Fastenkuren werden Molkebäder wegen ihrer entschlackenden und gewebestraffenden Wirkung eingesetzt. Besonders beliebt ist das Molkebad in der heißeren Jahreszeit. Es kühlt zuverlässig. Bei Sonnenbrand kann Molke zur Linderung beitragen – und dient der Entspannung nach einer Wanderung oder Mountainbikefahrt. Diesem Bad entspeigt man nicht nur entspannt, sondern auch mit samtig weicher Haut.

Gesellig im Hot Pot

Als Getränk fördert Molke die Verdauung. Doch egal, ob die Wanderer sich nach ihrer Tour gesellig in einem Hot Pot mit Molke, Biomilchschaum, Kräutern, Honig oder wie Kleopatra in Stutenmilch räkeln: In der Hand halten sie meist ein Glas Wein. Vergnügen geht eben vor bei der Bergwellness.

Gepflegt allein oder zu zweit im eigenen Zuber

Wer lieber allein odedr zu zweit im Molkezuber sitzt, muss in den Spa eines Hotels. Zum Beispiel:

Hotel Mirabeau & Alpine Residence in Zermatt 

 

Eiger Selfness Hotel in Grindelwald

Mäiensässhotel Guarda Val in Lenzerheide

 

 

Hotel Waldhaus in Sils im Engadin

Bathing in Whey in La Lécherette

Seealpchäs, Seealp in Spitzig Stein

Lesen Sie auch die anderen Folgen der Naturwellness-Serie: 

Teil 1: Baden im Toten Meer

Teil 2: Sandbaden in Porto Santo

Teil 3: Ins Heu in Südtirol