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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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IHK-Präsident Ulrich Caspar trifft Stadtrat Markus Frank

von Ilse Romahn

(07.06.2019) Die Stadt Frankfurt am Main ist einer der dynamischsten Standorte in Europa – darin waren sich der Stadtrat Markus Frank und IHK-Präsident Ulrich Caspar bei ihrem ersten Treffen nach der Wahl Caspars zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main einig.

Die enge Zusammenarbeit von Stadt und Wirtschaft sei der Nährboden der guten Standortbedingungen für die Unternehmen in der Stadt, so Frank und Caspar: Die Stadt zählte im September etwa 595.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist das ein Wachstum um 20 Prozent – dies ist Ausdruck des Arbeitsplatzaufbaus der Unternehmen. Frankfurt weist damit eine noch positivere Entwicklung als im Landes- und Bundesdurchschnitt auf (jeweils plus 18 Prozent).

Stadtrat Frank freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen IHK-Präsidenten: „Ulrich Caspar bringt aufgrund seiner langjährigen landes- und kommunalpolitischen Erfahrung und seiner eignen unternehmerischen Tätigkeit das Wissen mit, um die berechtigten Anliegen der Wirtschaft voranzutreiben. Wenn Frankfurt am Main weiterhin eine Stadt des Wachstums und des Wohlstands bleiben soll, brauchen wir Flächen für die Wirtschaft.“ Gerade in der wachsenden Stadt Frankfurt am Main mit der vielfältigen Flächenkonkurrenz sei es wichtig, einen ausgewogenen Interessensausgleich hinzubekommen. „Ulrich Caspar und die IHK sind für das Wirtschaftsdezernat ein strategischer Partner, um Flächen für Gewerbe und Industrie weiterzuentwickeln und die Rahmenbedingungen für die hier ansässigen Unternehmen zu verbessern.“

„Aus Sicht der Wirtschaft stehen die Themen Erreichbarkeit, funktionierender Verkehr und umweltverträgliche Mobilität weit oben auf der Agenda, die wir mit der Stadt Frankfurt gemeinsam angehen wollen“, kündigt IHK-Präsident Caspar nach dem Gespräch an.  „Wir haben stark wachsende Pendlerzahlen durch die steigende Zahl an Arbeitsplätzen, mehr Waren- und mehr Lieferverkehr“, führt er aus. Die angedachten Eingriffe in den Straßenverkehr – neue Busspuren, abgetrennte Radwege auf Hauptverkehrsstraßen, eine autofreie Innenstadt und die Sperrung des nordmainischen Ufers – würden für die bislang dynamische Innenstadt kontraproduktiv wirken. Ergebnis wäre, dass Unternehmen, die mit U- und S-Bahnen gut erschlossene Innenstadt verlassen und an den Stadtrand ziehen und in Zukunft die Beschäftigten in einer viel größeren Quote autofahrende Pendler wären. Solche Maßnahmen, die zu einer schlechteren Erreichbarkeit mit dem ÖPNV führen, schaden in Frankfurt der Wirtschaft und letztlich der Umwelt gleichermaßen. Besonders kritisierte Caspar auch die Ideen der Pförtnerampeln. Sie ständen nicht nur für eine verkehrspolitische Maßnahme der Abschottung und Ausgrenzung der Pendler, Lieferanten und Kunden aus dem Umland, sondern würden Unternehmen motivieren, um weiter gut erreichbar zu sein, das Stadtgebiet Frankfurts ganz zu verlassen und sich damit in der Region anzusiedeln, was in der Folge zu erheblich mehr Autoverkehr führen würde.

„Wir möchten die Stadt Frankfurt deshalb zur Erarbeitung eines integrierten Gesamtverkehrsplans aufrufen, der den Verkehrsfluss für alle Verkehrsmittel sicherstellt und damit umweltverträgliche Mobilität im Sinne der Unternehmen ermöglicht“, zieht Caspar als Fazit.