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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Hochtaunuskreis ermöglicht das Projekt „Klimaexperten“ in Grundschulen

von Helmut Poppe

(26.08.2019) Der Hochtaunuskreis unterstützt auch im Schuljahr 2019/2020 und damit zum dritten Mal das Projekt mit dem Namen „Klimaexperten im Hochtaunuskreis“ mit einem Betrag in Höhe von rund 10.000 Euro.

Klimaexperten 2019 - GS am Hasenberg in Neu-Anspach, GS Schöne Aussicht in Kronberg und die Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg v.d. Höhe.
Foto: Hochtaunuskreis
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Die Kinder sind vom Schulunterricht begeistert, denn solch eine Sachkundestunde gab es bisher noch nicht. Wie vermittelt man am besten schon in der Grundschule die gewichtige Thematik Energiesparen und Klimaschutz, um die Kinder frühzeitig zu sensibilisieren? „Das Projekt kommt bei den Kindern in den Grundschulen gut an und das Feedback aus den beteiligten Schulen ist durchweg positiv. Schnell stand für uns als Schulträger fest, dass wir das Projekt weiter unterstützen“, sagte Schuldezernent und Landrat Ulrich Krebs, der sich auch schon selbst von dem Angebot überzeugte.

Die Beratungsstelle für ökologische Bildung e.V. (BöB) ist an der Humboldtschule in Bad Homburg (HUS) angesiedelt.  Sie betreut alle Schulen des Hochtaunus- und Wetteraukreises, die die Auszeichnung „Umweltschule Hessen“ erwerben möchten und fördert Projekte der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung wie das Klimaexpertenprojekt. Dieses gibt es im Hochtaunuskreis seit dem Schuljahr 2017/18.

Bisher haben sechs Grundschulen, die GSMitte, die Ketteler-Francke-Schule, die GSKöppern, die GS im Weiltal, die GS im Eschbachtal und die Helmut-Schmidt-Schule daran teilgenommen. Zum Schuljahr 2019/2020 kommen drei weitere Grundschulen, die GS am Hasenberg, die GS Schöne Aussicht und die Friedrich-Ebert-Schule dazu.

Die „Klimaexperten“ stellen im Landkreis bereits ein bewährtes Konzept im Rahmen der Klimabildung des Landes Hessen dar und auf das Projektteam wartet eine Menge Arbeit und interessierte Kinder. „Um die sinnvolle und nachhaltige Arbeit fortzusetzen, ist auf der einen Seite das Interesse der Schulen notwendig, andererseits stellt es auch eine finanzielle Herausforderung dar“, erklärte Ulrich Krebs und fügt hinzu: „Wir wollen die Unterrichtseinheiten der Klimaexperten an unseren Schulen im Kreis nachhaltig verfestigen und auch in Zukunft jährlich in den Klassen durchführen.“

Neben der Schule führt das Projekt auch zu einem weiteren positiven Effekt: Schülerinnen und Schüler nehmen als kleine Multiplikatoren das Erlernte mit nach Hause und werden bestimmt in Zukunft auch dort für eine Sensibilisierung sorgen, wie man mit Energie und Klima  bewusst und nachhaltig umgeht.

Hintergrundinformation zum Projekt:

Pro Klasse finden drei Unterrichtseinheiten und ein Energiecheck des Klassenraumes (jeweils eine Doppelstunde) zu folgenden Schwerpunkten statt: Klima, Klimawandel und Energie, deren Durchführung der Landkreis ermöglicht.

Im Vorfeld stimmen die beauftragten Umweltpädagoginnen, die auch die Stunden mit den Kindern durchführen, die Inhalte mit den unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern ab. Die Schülerinnen und Schüler werden spielerisch und mit Hilfe kleinerer Experimente an die Themen herangeführt und dafür sensibilisiert. Für den Unterricht wurden von den Umweltpädagogen aufwändig gestaltete „Hochtaunuskreis Klimakisten“ zusammengestellt, die vom Landkreis finanziert wurden. Sie verbleiben in den jeweiligen Schulen und ermöglichen somit eine jährliche Wiederholung.

Die Kisten beinhalten beispielsweise Kuscheltiere, eine Weltkarte und Bilder von Pflanzen und Tieren der verschiedenen Klimazonen, um ein spielerisches Lernen zu ermöglichen.