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Letzte Aktualisierung: 25.06.2019

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Hilfe bei chronischen Rückenschmerzen

Das PatientenForum weist auf neues Disease-Management-Programm hin

von Norbert Dörholt

(20.05.2019) Gesetzlich Krankenversicherte mit chronischen Rückenschmerzen können künftig von einem strukturierten Behandlungsprogramm, dem sogenannten Disease-Management-Programm (DMP), profitieren. Dies hat der Gemeinsame-Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. Er ermöglicht damit den gesetzlichen Krankenkassen, mit Medizinern und Krankenhäusern entsprechende Verträge zur praktischen Umsetzung des DMP abzuschließen. Darauf hat jetzt „Das PatientenForum“ e.V. hingewiesen.

Der Präsident des Bundesverbandes für Patienten- und Versicherteninteressen, Manfred Pfeifer, weist auf ein neues Behandlungsprogramm für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen hin.
Foto: Pressestelle "Das PatientenForum"
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Der Präsident des über 11.000 Mitglieder zählenden Bundesverbandes für Patienten- und Versicherteninteressen in Mainz, Manfred Pfeiffer, zitiert dazu im neuesten Informationsblatt „Aufgepasst & Hergehört“ des PatientenForums die Vorsitzende des Unterausschusses DMP, Prof. Dr. Elisabeth Pott, mit den Worten: „Wir haben hohe Erwartungen an das neue Programm; wir gehen davon aus, dass es die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen verbessern wird.“

In das DMP einschreiben können sich Pfeiffer zufolge chronisch Kranke mit länger als zwölf Wochen andauernden Schmerzen im Kreuzbereich des Rückens, mit deutlichen Aktivitätseinschränkungen und einem fortbestehenden Therapiebedarf. Bei spezifischen Ursachen wie z.B. Wirbelkörperfrakturen, rheumatischen Erkrankungen oder einem Tumor im Bereich der Wirbelsäule sei Prof. Pott zufolge allerdings ein Einschreiben in das DMP nicht möglich, da hier die ursächliche Erkrankung im Vordergrund stehe. Individuell angezeigte therapeutische Maßnahmen würden zwischen Arzt und Patient abgestimmt.

Der Beschluss des G-BA tritt in Kraft, sobald er im Bundesanzeiger veröffentlicht ist.