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Letzte Aktualisierung: 21.09.2018

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Hessen: Spannende Drehorte gestern und heute

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(17.08.2018) Hessen, mitten im Herzen Deutschlands, ist ein begehrter Drehort für nationale und internationale Filmproduktionen. Ob deutscher Kinofilm, Filmklassiker oder Bollywood-Produktion: Zahlreiche Filme wurden bereits vor den faszinierenden Kulissen der hessischen Regionen und Städte gedreht, wo sie auch heute noch hautnah zu erleben sind.

Bollywood an der Bergstraße
Foto: Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH
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Ein Besuch der Drehorte ist für Cineasten und Fans ein perfekter Anlass für einen Tagestrip oder ein verlängertes Wochenende.

Nordhessen – Kassels bewegte Geschichte als Filmstadt und ein russisches Schloss
Im Norden Hessens beginnt die Reise des „Schlussmachers“: Das Schloss Garvensburg im nordhessischen Fritzlar-Züschen war Drehort für den Film von Matthias Schweighöfer und stellte im fertigen Streifen ein russisches Schloss dar. Wer wie ein Filmstar heiraten möchte, ist hier an der richtigen Adresse.
Spannung aus NordHessen kommt 2019 in die deutschen Wohnzimmer, denn die Frankfurter Tatort-Ermittler Janneke und Brix ermitteln zu großen Teilen in Kassel. Im gerade abgedrehten Krimi können die Fernsehzuschauer einige Sehenswürdigkeiten der nordhessischen Stadt erkennen, wie die Treppenstraße und die Wasserspiele. Ohnehin blickt Kassel auf eine bewegte Geschichte als Filmstadt zurück: Heinz Rühmann, Hildegard Knef, Heinz Erhardt und viele mehr galt es in den 1950er Jahren in Kassel hautnah zu erleben. Zahlreiche Premieren wurden hier gefeiert und auch Dreharbeiten fanden regelmäßig statt. 

Frankfurt – Die Metropole im Zeichen des Films
Im Volksmund Mainhattan genannt, war Frankfurt Schauplatz des Filmes „What a Man“ mit Matthias Schweighöfer, der knapp zwei Millionen Zuschauern die Stadt zeigte. Frankfurts düstere Seite wurde 1958 im Streifen „Das Mädchen Rosemarie“ offenbart. Das Parkhaus an der Hauptwache war damals der Tatort des Mordfalls an der Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt. Im Rahmen der Führung „Rosemarie Nitribitt – Auf den Spuren der Frankfurter Edelhure“ begeben sich Besucher auf eine Zeitreise in ein längst vergangenes Frankfurt.

Aktuell spielt das berüchtigte Bahnhofsviertel die Hauptrolle im Film „Nur Gott kann mich richten“ neben Schauspieler Moritz Bleibtreu, der als Ricky nicht den Ausstieg aus dem Milieu schafft. Einen Einblick hinter die Kulissen von Bordellen, Strip Clubs und Bars erhalten Besucher der Bahnhofsviertelnacht, am 16. August 2018. Den Reiz des Verbotenen spüren auch die (volljährigen) Teilnehmer der Red-Light-Tour durch die Etablissements in Frankfurt. Einblicke hinter die Kulissen, ein Blick hinter die Türen der Clubs und ein Besuch beim Kult-Imbiss „Taunus 25“ werden geboten.
Ein weiterer Ausflugtipp für Filmfreunde: Am Museumsufer in Frankfurt befindet sich das Museum des deutschen Filminstituts.

Südhessen – Mystisches Kloster, Bollywood und Klein-Hollywood
Mitten im Rheingau, hat Hollywood das historische Drama „Der Name der Rose“ gedreht. Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Umberto Eco, mit Sean Connery in der Hauptrolle, war einer der größten Kinohits der 1980er Jahre. Als Kulisse des Klassikers diente das historische Kloster Eberbach in Eltville am Rhein. Die mystische und düstere Stimmung des Films lässt sich vor Ort am besten nachempfinden. Im Rahmen des „KinoSommers Hessen“, wird der Film am 14. September 2018 am originalen Drehort gezeigt. Darüber hinaus werden im Kloster regelmäßige Themenführungen „Der Name der Rose“ geboten.
Doch nicht nur Hollywood, auch Bollywood dreht in Hessen. Die Stadt Heppenheim an der hessischen Bergstraße ist seit mehreren Jahren eine beliebte Filmkulisse für Romantik-Dramen und Musikvideos aus den indischen Filmstudios. Über mehrere Wochen wurde 2013 der Film „Spark“ mit Staraufgebot auf dem historischen Marktplatz gedreht. Auch dieses Jahr besuchte der Musikproduzent Vinod Kumar Singh Hessen und produzierte in der historischen Innenstadt das neue Musikvideo von Raman Kapoor. Die denkmalgeschützte Altstadt beheimatet eine umfangreiche Sagengeschichte. Kundige Stadtführer führen durch die spannende Vergangenheit, beispielsweise bei einer nächtlichen Laternenführung.

Wenn ein Roman den Literaturnobelpreis erhält, ist seine Verfilmung nicht mehr weit – so geschehen 1979 mit dem Literaturphänomen von Thomas Mann, „Die Buddenbrooks“. Die Geschichte rund um die wohlhabende Kaufmannsfamilie wurde im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden zum Leben erweckt. Schon früher, in den 1950er Jahren, war die Landeshauptstadt eine wahre Medienhochburg und Romy Schneider, Curd Jürgens und andere Prominente verliebten sich in Wiesbaden. Die hessische Landeshauptstadt ist des Öfteren auch Tatort für Kriminalfälle, wie in der deutschen Fernsehkrimiserie „Der Staatsanwalt“. Die Stadtführung „Klein-Hollywood“ besucht die Drehorte dieser Fernsehserie sowie der Wiesbadener Tatorte. Am 14. Oktober 2018 findet die nächste Führung statt.

www.hessen-tourismus.de und hessen.tourismusnetzwerk.info