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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

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Herzschlagfinale beim #CookieGame

Fraport-Skyliners-Basketballer verlieren in Bonn mit 77:76

von Norbert Dörholt

(07.10.2019) Es ist eine starke Leistung der Bundesliga-Basketballer Fraport Skyliners beim Saisonauftakt und #CookieGame bei den Telekom Baskets Bonn. Das Fehlen von Aufbauspieler Anthony Hickey, der mit einer Fußverletzung mindestens einen Monat pausieren muss, kompensiert das Team von Headcoach Sebastian Gleim mit viel Herz, Leidenschaft und Intensität. Doch will der letzte Wurf sein Ziel nicht finden und so bleiben die Punkte und Kekse in Bonn.

Topscorer der Partie wird Leon Kratzer mit 20 Punkten (plus 11 Rebounds). Auch Lamont Jones knüpft an seine Leistung aus dem Göttingen-Spiel an und kommt am Ende auf 16 Punkte und 9 Assists. Schon am Sonntag, 6. Oktober, geht es mit dem ersten Heimspiel der regulären easyCredit BBL Saison 2019/20 weiter. Und es kommt gleich zum Kracher, denn mit dem FC Bayern München empfangen die Frankfurter den amtierenden Meister. Sprungball in der Frankfurter Fraport Arena ist um 15 Uhr. Die Tageskasse öffnet ab 13:30 Uhr, ansonsten sind Tickets über www.fraport-skyliners.de/tickets oder 069-92887619 erhältlich.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim, der Headcoach der Fraport Skyliners: „Ich möchte Thomas zweimal gratulieren. Einmal zum Geburtstag und einmal zum Debütsieg. Wir haben heute ein komplett anderes Gesicht gezeigt als im Pokal gegen Göttingen. Wir haben toll gekämpft, gut gereboundet und den Ball gut bewegt. Wir hatten das Spiel über weite Strecken so unter Kontrolle, wie wir uns das vorgestellt haben. Damit verbunden hatten wir eine Chance auf den Sieg. Für die Endphase übernehme ich voll die Verantwortung. Ich hätte das Team auf diese Situation besser vorbereiten müssen.“

Thomas Päch (Telekom Baskets Bonn): „Danke Sebastian für die Glückwünsche. Aller Start ist schwer. Es war unser erstes Saisonspiel und die Halle war voll. Wir haben noch viel Luft nach oben. Aber das Team macht mir sehr viel Spaß im Training und beim täglichen Zusammensein. Frankfurt hat uns vor große Probleme gestellt. Sie sind traditionell eine sehr verteidigungsstarke Mannschaft und Sebastian führt den Frankfurter Verein voll weiter. Dessen Spieler sind wieder extrem physisch und sehr kämpferisch. Wir wollen unsererseits immer den Rhythmus im Spiel hochhalten. Das Wichtigste war, dass wir als Team zusammengeblieben sind und gekämpft haben. So hatten wir die Chance, das Spiel zu drehen.“

Spielverlauf

Wie schon im Pokalspiel gegen Göttingen übernimmt Lamont „Momo“ Jones von Beginn an Verantwortung für die Fraport Skyliners und führt sein Team zur frühen, zweistelligen Führung - 6:16 (6. Minute). Aber auch das Team als Kollektiv präsentiert sich stark. Und mit zwei Dreiern von Richard Freudenberg im Rücken geht es mit 15:27 aus den ersten zehn Minuten. Es schleichen sich dann aber leichte Unkonzentriertheiten ins Frankfurter Spiel und die nutzen die Bonner, um ihren Rückstand zu reduzieren (27:32 - 15.). Doch kurz vor der Halbzeitpause trifft Shaquille Hines seinen ersten Dreier der Saison, inspiriert Quantez Robertson für zwei Punkte unter dem Korb und so geht es beim Stand von 34:42 in die große Pause.

Die Gastgeber kommen mit viel Druck aus der Kabine und verkürzen umgehend mit fünf schnellen Punkten. Auf Frankfurter Seite hingegen will das Runde nicht durch das Runde und so dauert es fünf Minuten, bis die ersten Punkte fallen. Bonn übernimmt allerdings kurz darauf die Führung beim Stand von 46:45 (26.). Die Schlussphase des dritten Viertels bietet wieder reichlich schön anzuschauende Punkte auf beiden Seiten. Viertelendstand: 52:60.

Ins Schlussviertel starten die Frankfurter mit Superintensität in der Defensive und verteidigen ihre Führung zur Mitte des Abschnitts mit viel Herz und Einsatz – 60:68 (36.). Doch dann ist sie wieder da, die beste Freundin eines jeden Basketball-Fans: die Spannung. Bonn kommt ran, Frankfurt schwimmt ein wenig – 74:74 (40.). 29 Sekunden verbleiben, Bonn mit dem Angriff. Der erste Dreier geht daneben, der zweite Versuch sitzt allerdings. 10.7 Sekunden für den Frankfurter Angriff. Bonn foult früh, schickt Leon Kratzer an die Linie. Der verwirft beide, aber irgendwie landet der Ball bei Matt McQuaid. Doch der designierte Dreierspezialist vergibt den Wurf. Zwar kullert der Ball nach Tipp-In von Leon Kratzer noch in den Korb, doch es fehlt am Ende ein Punkt auf der Anzeigetafel. Endstand: 77:76.

Highlight des Spiels

Der Ball läuft schneller als der Mann: Waren es gegen Göttingen gerade mal zwölf Assists am Ende des Spiels, sind es in Bonn nach der ersten Halbzeit bereits elf. Und so kommt es auch, dass die Punkteverteilung zur großen Pause breit gestreut ist: Acht von elf Spielern tragen sich bereits Punkte in die Statistik ein. Das absolute Highlight aber findet in der 30. Minute statt und dauert gerade mal drei Sekunden. Hinten wird der Ball gesichert, Lamont treibt das Spielgerät nach vorn, Pass auf Matt am Flügel, der blitzschnell zu Tez unter dem Korb und der wiederum mit dem Zauberpass auf den heranstürmenden Leon. Der macht keine Gefangenen, nimmt noch zwei Verteidiger mit auf die Reise und haut das Leder durch den Ring zur 51:56 Führung.

Leon kratzt der Gegner nicht

Zugegeben, das Wortspiel ist schlecht. Aber was Leon Kratzer auf dem Parkett abliefert, ist schon zum Zunge schnalzen. Die Power und Kraft, mit der er unter den Körben agiert, bereitet so gut wie jedem Gegenspieler Probleme. Egal ob beim punkten oder rebounden: Leon packt beherzt zu und räumt dabei gerne auch mal sein Gegenüber mehr oder weniger höflich zur Seite. Defensiv nutzt er zudem seine Länge, um Würfe zu erschweren und Räume eng zu machen. Zur Halbzeit stehen bereits sieben Punkte und sechs Rebounds auf seinem Konto. Am Ende steht zwar ein saftiges Double-Double mit 20 Punkten und elf Rebounds in seiner Statistikzeile, aber den einen fehlenden Punkt am Ende hätte Leon vermutlich viel lieber gehabt…

Die nächsten Spieltermine

• HEIMSPIEL: Sonntag, 6. Oktober 15:00 Uhr vs. FC Bayern Basketball

• Dienstag, 15. Oktober, 19:00 Uhr in Berlin

• HEIMSPIEL: Samstag, 19. Oktober, 18 Uhr vs Hamburg Towers