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Letzte Aktualisierung: 11.12.2018

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Heinz Günter Rohr erhält Hofheims Ehrennadel in Gold

von Adolf Albus

(30.11.2018) Heinz Günter Rohr hat sich in herausragendem Maße und auf vielfältige Weise um das gesellschaftliche Leben, insbesondere um Kinder und Familien, im Stadtteil Diedenbergen verdient gemacht. Bürgermeisterin Gisela Stang und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler haben ihn für dieses besondere ehrenamtliche Engagement am Mittwoch mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Hofheim ausgezeichnet.

Stadtverordnetenvorsteher Hegeler (li.) und Bürgermeisterin Stang (re.) gratulierten Heinz Günter Rohr mit seiner Frau Brigitte zur Auszeichnung mit der Ehrennadel in Gold.
Foto: Stadt Hofheim
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Die Ehrennadel in Bronze kann laut städtischer Ehrungsordnung an Bürgerinnen und Bürger verliehen werden, die sich mindestens zehn Jahre lang in besonderem Maße ehrenamtlich in sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereichen um das Wohl der Kreisstadt Hofheim am Taunus und seiner Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht haben. Bei Vorliegen besonderer Verdienste kann auch die Ehrennadel in Silber oder Gold verliehen werden.

Bei Heinz Günter Rohr entschied der Magistrat, dass – aufgrund des langen Zeitraums und der Kontinuität des Engagements – besondere Verdienste vorliegen und beschloss einstimmig die Verleihung der Ehrennadel in Gold.

„Bei der Stadt ist keine weitere Bürgerin, kein weiterer Bürger bekannt, der sich ehrenamtlich über so viele Jahre in dieser Funktion in Hofheimer Kindertagesstätten engagiert“, erklärte Stang.

Pfarrer Thorsten Heinrich von der evangelischen Kirchengemeinde hat die Ehrung initiiert und hielt auch die persönliche Laudatio für Heinz Günter Rohr.

Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung sowie Stadtälteste nahmen ebenso an der Ehrung teil wie zahlreiche Wegbegleiter, etwa die Leiterinnen und Teammitglieder der Kitas und der Schulbetreuung, der Wehrführer und der Ortsvorsteher von Diedenbergen sowie ein Vertreter des Fördervereins Diddeberjer Brunnekerb. Carolin Dietzel, Fachbereich Kitas bei der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, gestaltete den musikalischen Rahmen.

Heinz Günter Rohr ist seit 50 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Diedenbergen, davon gehörte er mehr als 30 Jahre der Einsatzabteilung an.

Viele Jahre hat er die Brunnenkerb mit organisiert und geprägt.

1987 wurde er in den Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Diedenbergen gewählt. Sein Einsatz in den vergangenen 31 Jahren galt immer dem ganzen Ort und war nicht nur auf das Geschehen in der Kirchengemeinde bezogen.

So brachte er sich in den Martinsmarkt ein, der schon seit 20 Jahren in Diedenbergen fest verankert ist. Ebenso ist er dabei, wenn der Adventsmarkt in Hofheim vorbereitet wird und der Stand zu besetzen ist. Für die Verpflegung der Besucherinnen und Besucher bringt er gerne seine selbst geernteten Kartoffeln mit.

In erster Linie schlägt das Herz von Heinz Günter Rohr aber für die Kinder und Familien in Diedenbergen.

So gehörte die Schulbetreuung „Pumuckl“ viele Jahre zu seinem Aufgabenfeld. Er setzte sich für mehr Kita-Plätze ein und seit 2002 für die Belange der beiden evangelischen Kindertagesstätten „Kunterbunt“ mit drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen sowie „Frechdachs“ mit einer Krippen- und drei Kindergartengruppen.

Als Leiter des Kindergartenausschusses ist er ungezählte Stunden aktiv, um die Qualität in den beiden Einrichtungen zu erhalten. Verhandlungen mit Stadt und Kirche um Kosten und Trägerschaften stehen ganz oben auf seiner Liste. Regelmäßige Gespräche mit Pfarrer und den Kita-Leitungen und den Teams sorgen für eine stetige Weiterentwicklung. Immer hat er ein offenes Ohr für das Personal und die Eltern.

Gerne bringt er sich auch in die Kindergartenfeste ein oder lädt zusammen mit seiner Frau Brigitte Kindergartengruppen zu sich aufs Feld zur Kartoffelernte ein, um ihnen die Natur näher zu bringen und ein Kartoffelfest zu feiern.

Besonders belastend war für ihn die zweimalige Schließung der Kita „Frechdachs“ im Jahr 2010 / 2011 und 2014 / 2016 wegen der umfangreichen Schimmel-Sanierungen und der Erweiterungen beider Kindertagesstätten. Monatelang mussten die Kita-Gruppen damals ausgelagert werden. Er fungierte in dieser Zeit als ehrenamtlicher Bauaufseher und Ratgeber und vermittelte zwischen Eltern, Bauleuten und Stadt. Dabei setzte sich Heinz Günter Rohr mit ganzer Kraft dafür ein, gemeinsam die beste Lösung für die Kinder zu finden.

Mit großer Präsenz sorgt Heinz Günter Rohr dafür, dass er immer auf dem neusten Stand ist, was im Stadtteil und besonders in den Kitas geschieht. Lange Zeit hat er dies neben seinem Arbeitsplatz bei Opel und seiner Landwirtschaft geleistet. Seit drei Jahren tut er dies als Rentner mit noch mehr Einsatz.