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Letzte Aktualisierung: 19.10.2018

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Gutenbergs Erbe mit Fliege und Maßanzug

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(03.04.2018) Als Johannes Gutenberg im Jahre 1450 den Buchdruck revolutionierte und die Druckerpresse erfand, vereinfachte diese neue Methode vielen Menschen das Abschreiben von Texten mit der Hand.

Bildergalerie
Aus dem Erbe Gutenbergs wird ein Model.
Foto: Nikita Kulikov
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Für die Kampagne „Kleider machen Leute" stellte Medienprinter Petros Selpesis nicht nur seinen Beruf vor, sondern auch sich in Pose.
Foto: Nikita Kulikov
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Damals gehörten neben der Verwendung von beweglichen Lettern und eines Handgießinstruments auch die Entwicklung einer besonders praktikablen Legierung aus Zinn, Blei und Antimon und einer ölhaltigen schwarzen Druckfarbe zu Gutenbergs Buchdruckkunst.

Heutzutage ist der Vorgang des Druckens wesentlich technischer, weiß Petros Selpesis, gelernter Drucker bei der Frankfurter Societäts-Druckerei. Er ist dafür zuständig, dass die Zeitungen wie die Frankfurter Neue Presse mit allen Unterausgaben, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, BILD Frankfurt, Die Zeit oder Mix am Mittwoch frisch und pünktlich aus der Druckpresse kommen und den Lesern zum Frühstück vorliegen.

„Die Zeitungen werden im Rollen-Offset, mittels Flachdruckverfahren hergestellt", erklärt der gebürtige Grieche. „Dazu erhalten wir digital fertige Dateien vom Verlag oder den Redaktionen. Diese Dateien werden nun mit Hilfe einer Software in die im Druck verwendeten Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz separiert. Anschließend werden die separierten Farbauszüge auf je einer Aluminiumdruckplatte belichtet. So entstehen vier belichtete Druckplatten für eine vollfarbige Zeitungsseite, die dann in den gewünschten Farben gedruckt werden kann.

In der Frankfurter Neue Presse hat Selpesis schon viel über die Kampagne „Kleider machen Leute" gelesen und sagte sofort zu, als die Anfrage der Redaktion für die Umsetzung eines neuen Motives mit einem Drucker kam.

Die Kampagne „Kleider machen Leute" hat sich etabliert in der Mainmetropole und wird bereits im vierten Jahr umgesetzt. Seit 2015 werden jährlich zwölf Menschen mit außergewöhnlichen Berufen in Maßanzügen fotografiert. Anerkennung, Wertschätzung und Respekt gegenüber diesen Frauen und Männern sind die Botschaft, die die Initiatoren Stephan Görner und Sven Müller, damit erreichen wollen. „Jeden Monat wird ein neues Motiv einer anderen Berufsgruppe publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt" so Sven Müller.

Beim Fotoshooting im Atelier von Frankfurts bekanntem Fotografen Nikita Kulikov tauschte Selpesis seine Arbeitskleidung in einen dunkelblauen Maßanzug mit weißen Blockstreifen und dazu ein weißes Maßhemd mit passender Schleife. Dieses Outfit von Maßschneider Stephan Görner darf er als Lohn für die getane Arbeit behalten. Privat trägt der Vater von drei Kindern, der Fan von Borussia Mönchengladbach ist, nämlich gern zu besonderen Anlässen oder schönen Veranstaltungen schöne Anzüge.  www.kleider-machen-leute.net