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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

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Gut geschützt durch die Grippezeit

von Adolf Albus

(04.10.2019) Ob in der Bahn, am Arbeitsplatz oder beim Einkaufen – wenn die Grippewelle anrollt, schnieft und hustet es an allen Ecken. Momentan genießen die meisten noch die frischen Erinnerungen an den Sommerurlaub, während die ersten Blätter bereits fallen.

Dabei sollten vor allem Menschen ab 60 oder mit einem geschwächten Immunsystem und Schwangere schon rechtzeitig an den Grippeschutz denken. Ebenso wichtig ist ein Grippeschutz für medizinisches Personal und alle, die viel Kontakt mit Menschen haben. Allerdings ist auch von einer zu frühen Impfung abzuraten.

Obwohl der Wirkstoff teilweise schon seit August in den Apotheken vorhanden ist, empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts eine Impfung im Oktober oder November. Der Schutz hält zwischen sechs und zwölf Monate und schwächt mit der Zeit ab. Somit könnte bei einer verfrühten Impfung zur Hochzeit der Grippewelle, im Januar und Februar, der Schutz nicht mehr vollständig gewährleistet sein. „Dennoch ist eine rechtzeitige Impfung notwendig, da die Wirkung erst nach zehn bis 14 Tagen eintritt", erklärt Philipp Köster, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Frankfurt am Main.

Aber auch eine Impfung bietet nie hundertprozentigen Schutz. Durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen werden die Viren von Mensch zu Mensch übertragen: Beim Husten oder Niesen verteilen sich die Erreger in der Luft und auf Flächen. Durch Einatmen oder Anfassen im Gesicht erreichen sie die Schleimhäute. Darum ist es wichtig, vermehrt auf Hygiene zu achten und sich gründlich die Hände zu waschen. Wer regelmäßig an der frischen Luft spazieren geht, sich ausgewogen ernährt, ausreichend schläft und Stress reduziert, stärkt zusätzlich sein Immunsystem.

Manche vermuten, dass eine Impfung eine Grippe auslösen kann. Das stimmt nicht. Zwar können selten Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Übelkeit auftreten, jedoch sind viele Menschen zur Impfzeit einfach erkältet. Sie haben einen grippalen Infekt, der sich durch Halskratzen, Unwohlsein und nur selten durch Fieber äußert. Meist ist die Erkältung nach einer Woche weg. Eine Grippe, die sogenannte Influenza, hingegen tritt plötzlich auf und Kopf- sowie Gliederschmerzen werden von Fieber begleitet. Häufig ist der Erkrankte eine Woche bettlägerig und braucht lange, um wieder fit zu werden. „Gegen Grippeleiden helfen klassische Hausmittel wie Wadenwickel gegen Fieber und eine kräftige Brühe. Sind die Symptome jedoch stark oder langanhaltend, sollte ein Arzt aufgesucht werden", empfiehlt Köster.