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Letzte Aktualisierung: 20.08.2019

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Gibbon ist Zootier des Jahres 2019

Kampagne lenkt Aufmerksamkeit auf Schutz einer bedrohten Tierart

von Ilse Romahn

(18.01.2019) Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) hat den Gibbon zum „Zootier des Jahres 2019“ gewählt. Mit den Kampagnen „Zootier des Jahres“ wird die Aufmerksamkeit auf den Schutz vom Aussterben bedrohter Tierarten gelenkt und die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten sowie jeweilige Schutzprojekte im Freiland unterstützt.

Gibbon im Opel-Zoo
Foto: Archiv Opel-Zoo
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Neben Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans spielen die Gibbons in der Öffentlichkeit nur eine kleine Rolle, dabei sind alle rund 20 Arten der Gibbons als „bedroht“ bzw. „gefährdet“ eingestuft. Die Wälder in denen sie leben, werden großflächig zerstört, Gibbonmütter werden getötet, damit ihr Nachwuchs auf dubiosen Heimtiermärkten verkauft werden kann, und sie werden gelegentlich sogar gegessen.

Die beteiligten Partner der Kampagne „Zootier des Jahres“ sammeln Gelder, um mit konkreten Maßnahmen zum Erhalt der Gibbons beizutragen. Dabei arbeiten neben der federführenden Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) die Einrichtungen und Mitglieder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG), des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ) eng zusammen.

Im Rahmen der Kampagne wurden im Freiland zwei Projekte ausgewählt, die mit den gesammelten Mitteln zum Schutz der Gibbons noch effektiver durchgeführt werden können: Beim Projekt Anoulak patrouillieren mit Unterstützung der lokalen Regierungsbehörde im Schutzgebiet Nakai-Nam in Laos 24 ausgebildete Ranger, um die Wilderei bei der stark bedrohten, nur dort vorkommenden (endemischen) Art der Weißwangen-Schopfgibbons (Nomascus siki) zu reduzieren. In Kon Plong in Vietnam sollen zwei bestehende Schutzräume miteinander verbunden und erweitert werden, um den noch etwa 800 dort lebenden Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus  annamensis) einen geschützten Lebensraum mit über 120.000 Hektar Fläche zu geben.

Im Opel-Zoo werden die Weißhand-Gibbons gehalten, deren Gesänge, mit denen Gibbonfamilien ihr Territorium markieren, bei gutem Wetter weithin über das Rentbachtal hallen. Ihr Außenbereich liegt auf der so genannten Gibboninsel in einem Weiher, wo sie von den Zoobesuchern gut beobachtet werden können. Die so genannten kleinen Menschenaffen sind Spezialisten für ein Leben in den Baumkronen und haben mit ihren langen Armen und Fingern für die Fortbewegung das Hangeln in den Bäumen zur Perfektion entwickelt. 

Die Kassen im Opel-Zoo haben täglich von 9-17 Uhr geöffnet. Die Besucher können bis Eintritt der Dunkelheit auf dem Zoogelände bleiben und es durch Drehtore verlassen. Der Opel-Zoo verfügt über mehr als 1.200 kostenfreie Parkplätze und ist gut mit dem ÖPNV erreichbar: Buslinien 261, X26 und X27.