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Letzte Aktualisierung: 24.06.2017

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Europäische Finanzmarktvereinigung AFME siedelt sich in Frankfurt an

von: Ilse Romahn

(16.02.2017)  Infolge des Brexit-Referendums und der Unsicherheit über die zukünftige Stellung Londons als Finanzstandort hatte die europäische Finanzmarktvereinigung Association for Financial Markets in Europe (AFME) im Sommer 2016 Interesse an einer möglichen Büroeröffnung in Frankfurt geäußert. Erste direkte Kontakte mit dem Land Hessen und Stadt Frankfurt gab es bei der Brexit-Delegationsreise von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mit Wirtschaftsdezernent Markus Frank und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Oliver Schwebel, nach London im August 2016. Im September 2016 besichtigte die Wirtschaftsförderung Frankfurt gemeinsam mit der FRM GmbH und der AFME mehrere Büros in Frankfurt, darunter auch die Skyper-Villa an der Taunusanlage. Dabei wurde auch das Präsenzkonzept von AFME erörtert.

Am 1. Februar hat die AFME nun ihr Büro in Frankfurt eröffnet. Damit ist die Präsenz des Dachverbandes für Finanzmärkte in Europa am Finanzplatz Frankfurt gestärkt, der neben dem Hauptsitz in London zuvor nur in Brüssel ein Büro hatte. Die Ansiedlung der Lobbygruppe AFME ist naheliegend, da sich die Position Frankfurts als Regulierungs-Hub mit Einführung der Bankenunion im Jahr 2014 deutlich stärkte. Außerdem pflegt AFME enge Beziehungen zu EZB und Bankenaufsicht SSM.

AFME wurde im November 2009 durch die Fusion der London Investment Banking Association (LIBA) mit der European arm of the Securities Industries and Financial Markets Association (SIFMA) gegründet. Hauptgeschäftsführer der AFME ist Simon Lewis. Der Aufsichtsrat besteht aus 22 führenden Vertretern aus den größten global tätigen Finanzinstitutionen. AFME sieht sich als Brücke zwischen Finanzmärkten, Politikern, Regulatoren und der Öffentlichkeit. Die Mitgliederanzahl liegt bei über 200 Unternehmen und setzt sich zusammen aus Vollmitgliedern und assoziierte Mitgliedern.