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Letzte Aktualisierung: 20.10.2017

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Kriftels Lärmschutzwall an der A66 bringt nicht viel

von: Adolf Albus

(16.02.2017)  Kriftel - Am 2. März wird die Gemeindevertretung darüber beschließen, ob ein Umbau des bestehenden Blend- und Sichtschutzwalls an der A66 zu einem Lärmschutzwall weiter verfolgt wird oder nicht. Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek teilte jetzt im Planungsausschuss die Ergebnisse einer schalltechnischen Untersuchung mit. Diese sollte prüfen, ob eine Verlängerung nach Nordosten und Erhöhung des bestehenden Walls um drei Meter den Lärm von der Autobahn verringert. Dipl. Ing. Klaus Dietrich vom Büro Krebs+Kiefer Fritz AG aus Darmstadt, das die schalltechnische Untersuchung durchgeführt hatte, nahm an der Sitzung des Planungsausschusses teil und erläuterte das Gutachten.

Das Ergebnis: Die durch eine Erweiterung des Walls erreichten Lärmpegelminderungen wären so gering, dass sie für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. Die berechneten Pegelminderungen - in den Gewerbegebieten von bis zu -4 Dezibel (dB) und in Mischgebieten und Allgemeinen Wohngebieten von bis zu -2 Dezibel - erstrecken sich ausschließlich entlang der Bundesautobahn A66. Für die Bereiche, die sich vorwiegend nicht im Nahbereich der Bundesautobahn A66 befinden, ergeben sich für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Pegelminderungen von bis zu -2 Dezibel.

Die Gemeindevertretung hatte in der Sitzung am 13. Oktober 2016 der Erstellung einer schallschutztechnischen Untersuchung zugestimmt. Der Gemeindevorstand empfiehlt den Gemeindevertretern nun auf Grundlage des Gutachtens, den Umbau des Walls nicht weiter zu verfolgen. „Gleichwohl wird im Zusammenhang mit der Gebietsentwicklung Am Krifteler Wäldchen eine Verlängerung des bestehenden Sicht- und Blendschutzwalls durch eine Wiederverwendung des anfallenden Erdmaterials angestrebt“, so der Erste Beigeordnete.